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Eskalation nach Mainz-Aus! Rot für Nationalspieler

Eskalation nach Mainz-Aus

Mainz scheidet in Straßburg aus der Conference League aus. Direkt nach Abpfiff eskaliert die Situation. Ein deutscher Nationalspieler sieht Rot.
Der 1. FSV Mainz 05 scheidet im Viertelfinale der UEFA Europa Conference League chancenlos gegen RC Strasbourg aus. Nach dem Abpfiff kommt es zu einer hitzigen Rudelbildung auf dem Platz. Sportvorstand Christian Heidel findet dazu deutliche Worte.
Mainz scheidet in Straßburg aus der Conference League aus. Direkt nach Abpfiff eskaliert die Situation. Ein deutscher Nationalspieler sieht Rot.

Die Mainzer Träume in der Conference League waren nach dem 0:4 im Viertelfinal-Rückspiel bei Racing Straßburg gerade geplatzt, da sorgte eine Provokation der Sieger für eine Eskalation.

Da Straßburgs Martial Godo nach dem Ende direkt zur Eckfahne vor der Mainzer Fankurve lief und dort lachend sein Trikot aufhängte, kochten die Emotionen richtig hoch.

Nationalspieler Nadiem Amiri sah diese Aktion, rannte über das halbe Feld und schubste den Gegner durchaus heftig weg in Richtung Zaun. Straßburgs Maxi Oyedele wollte seinem Kollegen helfen, wurde von Amiri aber auch aus dem Weg geräumt.

Und Godo? Der lachte immer noch mit dem Rücken am Zaun vor den Mainzer Anhängern. Mainz-Stürmer Philip Tietz nahm ihn sich zur Brust, geriet danach auch noch mit Racing-Keeper Mike Penders aneinander. Innerhalb weniger Sekunden entstand eine große Rudelbildung.

Heidel bestätigt Rote Karte für Amiri

Für Amiri hat die Szene Konsequenzen. Er sah die Rote Karte, obwohl bereits abgepfiffen war.

„Kindergärtnerei Da gab es ein Gemenge und Nadiem hat seinen Gegenspieler dann gestreichelt. Der Schiedsrichter hat es gesehen“, umschrieb Sportvorstand Christian Heidel die Szene und bestätigte den Platzverweis nach Abpfiff. „Es ist alles eigentlich überflüssig, aber kein großes Drama.“

Godo bekam als Auslöser der Tumulte die Gelbe Karte von Referee Joao Pinheiro aus Portugal. RTL-Experte Lothar Matthäus gefällt das gar nicht.

„Ich würde als UEFA so was auch mal nachträglich bewerten und so einen Spieler zur Rechenschaft ziehen. So was geht nicht. Wir wollen Ruhe und ein Miteinander im Stadion haben. Dann wird man als Fan, der diese Reise auf sich nimmt, so provoziert von einem Spieler von Straßburg.“

Der deutsche Rekordnationalspieler sprach sich klar für eine Sperre aus: „Ich bin der Meinung, dass da die UEFA eingreifen muss, so was gehört sich nicht. Die sollen sich über das gute Spiel freuen. Diese Provokation ist über die Grenze hinausgegangen.“

Fischer gibt Mainz-Profis einen Rat

Anders bewertete Mainz-Coach Urs Fischer die Vorgänge. Er nahm vor allem seine Spieler in die Pflicht, anders zu reagieren.

Auf der Pressekonferenz sagte er auf SPORT1-Nachfrage: „Wenn man 0:4 verliert, dann sollte man dem Gegner gratulieren und sich nicht provozieren lassen. Aber ich verstehe es natürlich auch. In den Emotionen bist du enttäuscht. Was da genau passiert ist, kann ich nicht sagen, ich war am Abklatschen.“

Immerhin: Nach einigen Schubsereien und verbalen Scharmützeln konnte die Situation entschärft werden, da zahlreiche Ordnungskräfte direkt vor den Mainzer Fans eingriffen und die Akteure voneinander trennten.