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So hielten die DFB-Frauen dem WM-Druck stand

So hielten DFB-Frauen dem Druck stand

Im Jahr 2007 gingen die DFB-Frauen als der Titelfavorit in die WM. Im SPORT1-Podcast Deep Dive erklärt Renate Lingor, wie die Mannschaft diesen Druck standgehalten hat.
Im SPORT1-Podcast „Deep Dive“ spricht die zweimalige Weltmeisterin Renate Lingor über das WM-Finale 2003 in Los Angeles. Kurios: Die Partie wurde bereits um 10 Uhr am Vormittag angepfiffen.
Im Jahr 2007 gingen die DFB-Frauen als der Titelfavorit in die WM. Im SPORT1-Podcast Deep Dive erklärt Renate Lingor, wie die Mannschaft diesen Druck standgehalten hat.

2007 waren die DFB-Frauen nicht mehr das Team, das überraschen konnte. Sie waren das Team, das liefern musste. Und genau darin lag die größte Herausforderung. Renate Lingor, Weltmeisterin von 2003 und 2007, spricht im SPORT1-Podcast „Deep Dive“ über die Zeit, in der Deutschlands Frauenfußball plötzlich anders wahrgenommen wurde.

Aus einer erfolgreichen Mannschaft war ein Dauerfavorit geworden – sportlich gefestigt, medial im Fokus. „2007 war das schon anders“, erinnert sich Lingor: „Weil die Medien schon im Vorfeld des Turniers deutlich aufmerksamer waren. Wir sind ja zwei Jahre später direkt wieder Europameisterinnen geworden, das heißt, der Erfolg war weiterhin da.“

Mit dieser Konstanz kam automatisch der nächste Schritt: „ Also war natürlich die Erwartungshaltung, dass wir jetzt wieder den Titel nach Hause bringen, auch sehr, sehr hoch, im Vergleich zu den zu den Jahren davor“. Ein Szenario, das viele Teams ins Straucheln bringt. Denn Titelverteidigung ist kein Selbstläufer – sie ist eine mentale Belastungsprobe.

Neids Schutzschild gegen Druck

Genau hier kommt Silvia Neid ins Spiel. Die Bundestrainerin wurde in dieser Phase zur zentralen Figur – nicht nur als Taktikerin, sondern auch als Schutzschild.

„Silvia hat es damals wirklich sehr gut verstanden uns, wenn der Druck eben von außen kam oder die Presse was geschrieben haben, zu sagen, hier jetzt macht euch mal locker und beschäftigt euch nicht damit“, so Lingor.

In einer Mannschaftssitzung forderte sie ihre Spielerinnen auf, sich nicht mit der Presse zu beschäftigen: „Das mache ich schon für euch. Regt euch nicht auf, ich reg mich auf“, erklärte Neid laut Lingor.