„Das ist ein historischer Abend. Die Mannschaft hat es geschafft, der Region und dem Verein richtig viel zurückzugeben“, sagte Fabian Klos SPORT1 nach dem sensationellen Finaleinzug von Arminia Bielefeld im DFB-Pokal.
Klos: „Ein historischer Abend“
Als früherer Kapitän und heutiger Vereinsbotschafter zeigte sich Klos nach dem 2:1-Sieg gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen tief beeindruckt: „Der Glaube war da, aber dass es wirklich passiert ist, ist schon krass.“
Der Drittligist schrieb am Dienstagabend vor 26.600 Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena Vereinsgeschichte und steht erstmals im Endspiel des DFB-Pokals.
Die Tore für Bielefeld erzielten Marius Wörl und Maximilian Großer. Wörl glich die frühe Führung der Leverkusener aus, bevor Großer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den umjubelten Siegtreffer markierte.
„Hier passiert ganz viel. Bei den Leuten, bei mir innerlich, in ganz Bielefeld passiert ganz viel“, beschrieb Klos die Emotionen rund um den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Klos: „Ich bin jetzt Fan“
Die Stadt befand sich bereits Stunden vor dem Anpfiff im Ausnahmezustand und feierte nach dem Abpfiff ausgelassen die Pokal-Sensation.
Klos, der nach 463 Pflichtspielen und 180 Toren im Sommer 2024 seine aktive Karriere beendete, erlebte den Triumph aus einer neuen Perspektive.
„Es geht gar nicht darum, was es für mich bedeutet. Ich hatte meine Zeit als Spieler, ich bin jetzt Fan. Und als Fan bedeutet es für mich richtig krass viel“, betonte der Rekordtorschütze, der als erster Ehrenspielführer in die Vereinsgeschichte einging.
Klos hatte bereits vor dem Spiel optimistische Vorahnungen: „Ich habe vorher gesagt, dass ich ein richtig gutes Gefühl habe. Das war nicht dahingesagt.“
Sein Vertrauen in das Trainerteam erwies sich als gerechtfertigt. „Ich war vorher beim Trainerteam im Büro, die hatten einen super Plan. Das Spiel lief so gut, dass man sagen muss, dass wir verdient gewonnen haben“, analysierte der 37-Jährige.
Großes Lob für die Fans
Besonders hob der Ex-Profi die Unterstützung der Fans hervor.
„Ich habe 13 Jahre hier gespielt, aber was heute vor und während des Spiels los war, war für mich unvergleichlich. Ich habe das noch nie erlebt, das muss die Mannschaft gepusht haben“, schilderte Klos die elektrisierende Atmosphäre auf der Alm.
Für den 1905 gegründeten „Fahrstuhlclub“, der für seine zahlreichen Auf- und Abstiege bekannt ist, bedeutet der Finaleinzug den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.
Nun wartet am 24. Mai im Berliner Olympiastadion das Finale gegen den Sieger der Partie zwischen VfB Stuttgart und RB Leipzig. Für den Drittligisten ist dies nicht nur sportlich ein Meilenstein, sondern auch finanziell eine große Chance.