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Gräfe: "Klarer Elfer für RBL"

Gräfe: „Klarer Elfer für RBL“

Hat der FC Bayern gegen RB Leipzig Glück gehabt? Manuel Gräfe sieht in einer strittigen Szene um Josip Stanisic einen klaren Elfmeter. Lothar Matthäus widerspricht.
Pokalduelle zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern entwickeln sich mittlerweile zu einem Evergreen. SPORT1 blickt auf die bemerkenswertesten Partien der jüngeren Vergangenheit zurück.
Hat der FC Bayern gegen RB Leipzig Glück gehabt? Manuel Gräfe sieht in einer strittigen Szene um Josip Stanisic einen klaren Elfmeter. Lothar Matthäus widerspricht.

Ist RB Leipzig beim Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern (TICKER) um einen Elfmeter gebracht worden? Dieser Meinung ist zumindest der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Der langjährige Bundesliga-Referee meldete sich nach einer strittigen Szene um Josip Stanisic in der 28. Minute zu Wort. Der Bayern-Verteidiger hatte seinen Gegenspieler Antonio Nusa an der Strafraumkante zu Fall gebracht.

Kein Elfer für RB Leipzig gegen FC Bayern - Gräfe sieht Fehlentscheidung

„Klarer Elfer für RBL!“, befand Gräfe in einem Beitrag bei X. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte die Szene nicht geahndet. Ein Foul lag dabei fraglos vor - unklar war jedoch, ob sich die Szene vor und der schon auf der Linie des Sechzehners abgespielt hatte.

„Klares Beinstellen darf der Ref auch selbst sehen“, schrieb Gräfe. Dass das Foul innerhalb des Strafraums aufgetreten sei, hätte seiner Meinung nach aber der VAR beanstanden müssen.

Strittige Szene mit Stanisic und Nusa

Gräfe war der Meinung, dass Stanisics linker Fuß - das Foul beging er mit dem rechten - während des Kontakts schon auf der Linie gestanden habe: „Der Kontakt ist definitiv auf fast Kniehöhe und damit mindestens 20 bis 30 cm weiter und über der Strafraumlinie, die zum Strafraum gehört.“

Von Sky ausgestrahlte TV-Bilder zeigen, dass Stanisic zu Beginn der Aktion mit beiden Füßen deutlich vor der Linie steht. Als es zum ersten Kontakt kam, fiel er mit Nusa in den Strafraum.

Ob sich das Foul vor oder auf der Linie abspielte, ließ sich auch durch mehrere Wiederholungen nicht zweifelsfrei festlegen.

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Warum es für Matthäus kein Elfmeter war

TV-Experte Lothar Matthäus beispielsweise war anderer Meinung als Gräfe. Er sah eine Aktion „leicht vor der Linie“. Wie Gräfe sah er in dem ausgebliebenen Pfiff Sieberts aber einen Fehler.

Gräfe wiederum verwies noch auf eine ähnliche Szene, die sich beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC St. Pauli vor einigen Wochen abgespielt hatte. Dabei wurde letztlich auf Elfmeter entschieden.

„Da gab es zu Recht Elfer… diese Unterschiede versteht keiner", erklärte der Ex-Unparteiische, der seit Jahren fehlende Qualität im deutschen Schiedsrichterwesen anprangert.