DFB-Pokal>

Eberl über Hoeneß-Zweifel: "Ist mir jetzt gerade egal"

Hoeneß? „Ist mir jetzt gerade egal“

Die Zweifel an einer möglichen Vertragsverlängerung hat Max Eberl "sehr überrascht". Auch Hoeneß selbst reagiert.
Die Bayern-Fans stimmen sich in Berlin auf das Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart ein.
Die Zweifel an einer möglichen Vertragsverlängerung hat Max Eberl "sehr überrascht". Auch Hoeneß selbst reagiert.

Sportvorstand Max Eberl von Double-Gewinner Bayern München hat „sehr überrascht“ auf die Zweifel von Klubpatron Uli Hoeneß hinsichtlich einer möglichen Vertragsverlängerung reagiert.

„Ich will meine Arbeit machen, mit der Arbeit überzeugen“, sagte Eberl nach dem Pokalfinale in Berlin am Sky-Mikrofon. „Was wir dieses Jahr gespielt haben als Mannschaft, als Verein, das lässt sich sehen. Man kann zweifeln, dass ist wirklich legitim. Dann redet man drüber.“

Das hat Eberl überrascht

Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib des 52-Jährigen zuvor im Spiegel-Spitzengespräch auf „60:40“ geschätzt und zugleich die Frage bejaht, ob er noch Zweifel an Eberl habe, der zum 1. März 2024 als Nachfolger von Hasan Salihamidzic zu den Bayern gekommen war. Sein Vertrag läuft bis 2027. Hoeneß gilt zugleich als großer Förderer, aber auch als Kritiker von Eberl.

Die Kritik sei ihm „jetzt gerade egal“, sagte Eberl nach dem 3:0 (0:0) der Bayern gegen den VfB Stuttgart. „Er hat es gesagt. Wir reden eigentlich dauernd. Wir haben gestern gesprochen, heute gesprochen. Deswegen waren die 60:40 für mich überraschend. Die Zahlen stehen jetzt da. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt mit dem Double. Das ist das, was für mich zählt.“

Hoeneß: „Sehe das für ihn relativ positiv“

Es sei seine „ehrliche Meinung. Wer mich kennt, weiß das: Ich bin keiner, der heute sagt: ‚Alles ist in Ordnung‘ – und in vier Wochen das Gegenteil“, sagte Hoeneß als Reaktion auf das Eberl-Interview in der ARD: „So ist die Situation – und in zwei, drei Monaten wissen wir genau, wie es weitergeht. Ich persönlich sehe das für ihn relativ positiv.“

Bei Sky legte er zudem nach: „Die Arbeit eines Managers ist nicht davon abhängig, wie die Mannschaft spielt, ob sie gewinnt oder nicht. Unser Aufsichtsrat ist so gut bestückt, dass sie seine Arbeit super einschätzen werden. Es geht nicht darum, dass wir nicht mit ihm zufrieden sind: Wir sind sehr mit ihm zufrieden.“

Hoeneß skizzierte, dass im August eine Entscheidung getroffen werden müsste, wohin es künftig ohne ihn und Karl-Heinz Rummenigge mit dem FC Bayern ginge. „Die Leute, die wir dann aussuchen, die müssen dann sitzen“, betonte er.