In der Brust von Dieter Hoeneß schlagen beim DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart zwei Herzen. „Die Tendenz geht schon ein bisschen in Richtung meines Sohnes, aber ich sage auch: Der Bessere soll gewinnen.
Familientreffen im Pokalfinale: Dieter Hoeneß hält zum Sohn
Familientreffen im Pokalfinale
Die Bayern sind hoher Favorit, die Ligaspiele in dieser Saison sind recht einseitig zu ihren Gunsten verlaufen. Aber in einem einzelnen Spiel kann alles passieren, und wenn der VfB das Maximale leistet, kann er gewinnen“, sagte Hoeneß im Interview mit DFB.de.
Sein Sohn Sebastian Hoeneß will die Stuttgarter als Trainer zur erfolgreichen Titelverteidigung führen, Bruder und Bayern-Patron Uli steht auf der anderen Seite. Zudem spielte Dieter Hoeneß bekanntlich für beide Klubs, gewann mit den Münchnern 1982, 1984 und 1986 den Pokal. Die Bilder, wie er vor 44 Jahren im Endspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit blutverschmiertem Turban das Tor zum 4:2-Endstand köpfte, kennt jeder Fußballfan.
„Nicht nur Vater, sondern auch Mentor“
Damals war seine Frau gerade hochschwanger mit Sebastian Hoeneß gewesen. Am Samstag (20.00 Uhr) wird der Papa seinen Filius im Berliner Olympiastadion von der Tribüne aus unterstützen, bereits im vergangenen Jahr hatten beide den Cup-Triumph gegen Arminia Bielefeld zusammen gefeiert. „Wir stehen ja stets im regelmäßigen Austausch. Ich bin nicht nur sein Vater, sondern auch sein Mentor. Taktisch muss ich ihm nichts erzählen, aber es gibt im Fußball immer mal Situationen, in denen ihm mein Erfahrungsschatz aus über 50 Jahren helfen kann“, sagte der 73-Jährige.