Wenn es selbst Bayern-Patron Uli Hoeneß die Sprache verschlägt: Harry Kane hat dem FC Bayern mit einem lupenreinen Hattrick und einer Weltklasse-Leistung den Titel im DFB-Pokal und damit auch das Double gesichert.
FC Bayern: Bei Harry Kane gehen die Superlative aus
Die Superlative gehen aus
Ob Hoeneß für den Ausnahmestürmer noch ein Superlativ einfällt? „Nein. Das ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben“, adelte er den Engländer nach dem 3:0 im Finale gegen den VfB Stuttgart in der ARD.
DFB-Pokal: Kane mit historischer Show
Der Torgarant hatte am Samstagabend wettbewerbsübergreifend das 59., 60. und 61. Saisontor im 51. Pflichtspiel erzielt. Außerdem wurde Kane zum erst dritten Spieler, der in einer Pokalsaison in jeder Runde inklusive Endspiel traf, nach Dieter Müller 1976/77 für den 1. FC Köln und Dirk Kurtenbach 1986/87 für die Stuttgarter Kickers.
In dieser DFB-Pokalspielzeit war Kane gleich zehnmal erfolgreich. Einzig Gerd Müller war 1976/77 noch besser (elf Tore). Kein Wunder also, dass die Münchner auf eine Verlängerung mit ihrem Superstar pochen.
Hoeneß: „Der FC Bayern ist ein Käuferverein“
Kanes Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2027. Zum Verkauf steht Kane in jedem Fall nicht: „Nein. Natürlich nicht. Der FC Bayern ist ein Käuferverein. Kein Verkäuferverein“, wurde Hoeneß deutlich.
Der Ehrenpräsident stichelte daraufhin gegen den FC Barcelona, der an Kane als Ersatz für Ex-Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (verlässt den Verein im Sommer) interessiert sein soll: „Außerdem hat ja Barcelona gar kein Geld. So geht’s schon mal los“, sagte Hoeneß.
Das Sonderlob von Hoeneß ging auch an Kane nicht spurlos vorbei. „Es ist natürlich schön, so etwas zu hören. Für diesen Klub haben viele großartige Spieler gespielt, deswegen fühle ich mich geehrt. Das war ein großer Schritt für mich und meine Familie. Ich fühle mich als Teil der Geschichte des Vereins“, freute sich der 32-Jährige.
Kane gewinnt erstmals den DFB-Pokal
Während Kane seinen ersten DFB-Pokal-Titel bejubeln durfte, war es für die Bayern bereits der 21. Cup der Vereinsgeschichte. Die Bayern gewannen 46 der 55 Pflichtspiele in dieser Saison – das ist eingestellter Vereinsrekord und gelang ihnen seit dem BL-Aufstieg nur in der Triple-Saison 2012/13.
Toptorjäger Kane hatte an der Rekordsaison maßgeblichen Anteil. „Beeindruckend. Es ist nicht nur seine Qualität. Es ist auch seine Persönlichkeit für die Gruppe“, hob Trainer Vincent Kompany hervor.
„Keine Ahnung, wie man so viele Tore in seiner Karriere schießen kann und dann trotzdem noch wie einer von allen dasteht. Top-Leistung. Und es ist immer so mit Harry. Du fragst dich: ‚Hat er heute getroffen?‘ Und dann sagen wir: ‚Ja dreimal.‘ Das ist Wahnsinn“, war Kompany begeistert.
Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hob währenddessen die Vorbildfunktion und den unbändigen Arbeitswillen des englischen Nationalspielers hervor, ehe er vom bestens aufgelegten Konrad Laimer und dem Kakadu unterbrochen wurde. Anschließend widmeten sich die Bayern wieder den Feierlichkeiten.