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DFB-Pokal: Bayer gewinnt souverän bei Martinez-Debüt

Bayer meistert erste Pokal-Hürde

Im ersten Pflichtspiel unter ihrem neuen Coach tut sich die Werkself zunächst schwer, kommt aber verdient weiter.
Robert Andrich war vergangene Saison noch Kapitän von Bayer 04 Leverkusen, nun steht er auf der Verkaufsliste der Werkself. Trainer Carlos Martínez spricht über den Umgang mit dem ehemaligen Nationalspieler und erklärt, warum er von Anfang an ehrlich mit ihm sein wollte.
Im ersten Pflichtspiel unter ihrem neuen Coach tut sich die Werkself zunächst schwer, kommt aber verdient weiter.

Bayer Leverkusen hat seinem neuen Trainer Carles Martinez ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt beschert. In der ersten Runde des DFB-Pokals siegte der Bundesligist beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit 4:0 (1:0). Gegen den mutigen Außenseiter musste die Werkself für jeden Abschluss hart arbeiten, verwertete die wenigen Chancen aber effizient.

Patrik Schick (43.) erlöste sein Team in einer lange ausgeglichenen Partie. Gleich nach der Pause erwischten die Leverkusener Wiesbaden erneut eiskalt, Lucas Vazquez erhöhte auf 2:0 (47.). Nathan Tella (69.) und Christian Kofane (79.) stellten den Sieg dann sicher. Beim Bundesliga-Auftakt gegen Aufsteiger SV Elversberg am kommenden Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER) wird Martinez auf eine ähnlich gute Effizienz hoffen.

Der Sieg, sagte Bayers Torhüter Janis Blaswich nach dem Spiel bei Sky, „war zum Ende hin deutlich, aber es war schon ein hartes Stück Arbeit.“ SVWW-Trainer Daniel Scherning behauptete, Leverkusen habe vor allem in der zweiten Halbzeit „unglaublich“ gespielt. „Die Tore“, ergänzte er, „fielen zu einem maximal unglücklichen Zeitpunkt. Das zweite und vor allem das dritte Tor waren natürlich schon der Knackpunkt.“

Vor seinem ersten Spiel als Bayer-Coach hatte Martinez mit seiner Kapitänsentscheidung aufhorchen lassen. Er nahm Führungsspieler Robert Andrich die Binde ab und erklärte Innenverteidiger Edmond Tapsoba zum neuen Spielführer, Schick zu seinem Vertreter. In seiner ersten Startelf bot der Spanier, der die Nachfolge von Kasper Hjulmand angetreten hatte, die teuren Sommerzugänge Miguel Gutiérrez und Afonso Moreira auf.

Erster Schick-Treffer noch zurückgenommen

Bei zunächst trübem Wetter und Nieselregen musste sich Bayer ins Spiel arbeiten. Die Gäste hielten konzentriert und gut geordnet dagegen und versteckten sich keineswegs. Niklas May verbuchte für Wiesbaden nach 19 Minuten per Kopfball die erste Chance. Leverkusen jubelte durch Schick (14.) nur kurz, er stand bei seinem Treffer im Abseits.

Es entwickelte sich ein munteres Spiel, das vom Tempo beider Mannschaften lebte, die großen Höhepunkte aber vermissen ließ. Martinez wanderte mit beiden Händen in den Hosentaschen an der Seitenlinie auf und ab, zog sich auch mal auf die Bank zurück, beobachtete nachdenklich oder dirigierte seine Spieler – und sah kurz vor der Pause die Erlösung. Nach einem abgefälschten Versuch von Ibrahim Maza stand Schick richtig und verwandelte zur Führung.

Gleich nach dem Seitenwechsel nutzten die Leverkusener ihre nächste Chance eiskalt: Schicks Kopfball ließ Keeper Noah Brdar zur Seite abprallen, aus spitzem Winkel traf Vazquez in die kurze Ecke. Die Wiesbadener wirkten gebrochen, Leverkusen konnte verwalten. Der kurz zuvor eingewechselte Tella nach einer schönen Kombination und Kofane alles klar.