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DFB-Pokal: Platzsturm, Gewaltszenen! Derby eskaliert völlig

Pokal-Derby eskaliert völlig

Wilde Szenen im DFB-Pokal: Das Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern gerät völlig außer Kontrolle. Sogar ein Spielabbruch steht zwischenzeitlich im Raum. Doch die Partie findet einen Sieger.
Vor dem anstehenden DFB-Pokalspiel der Roten Teufel gegen Waldhof Mannheim bereiten die FCK-Fans einen absoluten Gänsehaut-Empfang vor.
Wilde Szenen im DFB-Pokal: Das Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern gerät völlig außer Kontrolle. Sogar ein Spielabbruch steht zwischenzeitlich im Raum. Doch die Partie findet einen Sieger.

Eskalation im DFB-Pokal: Beim 1:0 n.V. (0:0, 0:0) des 1. FC Kaiserslautern im Pokalderby gegen Waldhof Mannheim ist es zu unschönen Szenen, Ausschreitungen, einem Polizeieinsatz und Platzsturm gekommen.

Der Reihe nach: In der achten Minute der Nachspielzeit der regulären Spielzeit fand beim Stand von 0:0 nach einer Auseinandersetzung zwischen Marlon Ritter und Goncalo Gregorio eine Rudelbildung auf dem Rasen statt.

DFB-Pokal: Pyrotechnik, Raketen und Polizeieinsatz

Es dauerte nicht lange, ehe die Emotionen überkochten. Mehrere Spieler gerieten aneinander, dabei griff unter anderem Fabian Kunze Thijmen Nijhuis an den Hals. Es folgten wilde Schubsereien. Von den Rängen flogen sämtliche Gegenstände auf den Rasen.

An der Seitenlinie diskutierten die beiden Trainer Torsten Lieberknecht und Rui Mota miteinander. Auf den Rängen wurde Pyrotechnik abgebrannt und Raketen abgeschossen. Beinahe unbemerkt erklärte Schiedsrichter Robert Schröder die reguläre Spielzeit für beendet.

Doch anstelle der Verlängerung kam es zu wilden, von Gewalt geprägten Momenten, die zunächst zu einer Unterbrechung führten. Immer mehr Bengalos und Raketen flogen auf den Rasen, in beiden Fanblöcken krachte es gewaltig. Schröder schickte beide Mannschaften in die Kabinen.

In der Folge kam es aus dem Waldhöfer Block zu einem Platzsturm, einige Fans rannten auf dem Rasen. Unzählige Polizisten betraten diesen ebenfalls, um die Situation einigermaßen in den Griff zu bekommen. Auch die berittene Polizei kam zum Einsatz. Schnell zogen sich die Fans wieder zurück.

FCK-Boss Hengen: „Es schadet dem ganzen Fußball“

Um weitere Platzstürme zu verhindern, positionierte sich die Polizei an den Seitenauslinien unmittelbar vor den Tribünen. Ob die Partie fortgesetzt werden kann, war zunächst unklar. Auch ein Spielabbruch stand zwischenzeitlich im Raum.

„Es ist einfach schade, es schadet dem ganzen Fußball. Ein Derby ist das Salz in der Suppe, aber so darf es nicht enden. Wir haben schon einige Derbys erlebt, aber dass alle Beteiligten hineingeschickt wurde, ist extrem“, sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen bei Sky.

„Das ist ein absolutes No-Go, das geht gar nicht. Bei aller Rivalität: Wir wollen ein schönes Fußballfest feiern. Ich weiß nicht, wie die Situation ist und ob überhaupt wieder angestoßen wird“, ärgerte sich Hengen.

In der Folge beruhigte sich die Lage ein wenig. Nach etwas mehr als 30 Minuten Unterbrechung wurde die Partie wieder fortgesetzt und die Verlängerung angepfiffen. Dort fand die Partie ein sportlich dramatisches Ende: Ibrahim Kanaté schoss die Roten Teufel in der 120. Minute zum Sieg – und die Lautrer Fans zur kollektiven Ekstase.