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DFB-Pokal: Wolfsburg entkommt Blamage - ausgerechnet Reese verschießt

Wolfsburg entkommt Blamage knapp

Der VfL Wolfsburg hat eine krachende Blamage im DFB-Pokal verhindert. Im Elfmeterschießen scheitert ausgerechnet Fabian Reese. Aber irgendwie rettet sich Wolfsburg doch noch ins Ziel.
VfL-Wolfsburg-Trainer Tobias Strobl spricht über die Ziele der neuen Saison, die Erwartungen an die Mannschaft und den Weg der Wölfe zurück in die Erfolgsspur.
Der VfL Wolfsburg hat eine krachende Blamage im DFB-Pokal verhindert. Im Elfmeterschießen scheitert ausgerechnet Fabian Reese. Aber irgendwie rettet sich Wolfsburg doch noch ins Ziel.

Mit Maximilian Arnold kam die Wende: Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg hat im DFB-Pokal nur mit viel Mühe eine Blamage verhindert.

Das Team von Cheftrainer Tobias Strobl gewann beim Regionalligisten VSG Altglienicke nach dreimaligem Rückstand 6:5 im Elfmeterschießen und zog zum fünften Mal in Folge in die zweite Runde ein. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 0:1) gestanden.

DFB-Pokal: Reese an alter Wirkungsstätte ausgepfiffen

Torhüter Jakub Zielinski überzeugte zwar mit zwei gehaltenen Elfmetern gegen Sven Sonnenberg und Mehmet Ibrahimi, sah dafür aber beim zweiten Gegentor überhaupt nicht gut aus.

Wolfsburg-Verteidiger Kilian Fischer verwandelte den entscheidenden Versuch im Elfmeterschießen. Zuvor war bei den Wölfen ausgerechnet Neuzugang Fabian Reese gescheitert.

Denn die Partie fand im Amateurstadion von Hertha statt – in Sichtweite des Olympiastadions, Reeses einstiger Heimat. Der frühere Berliner Publikumsliebling wurde am Montag bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, jeder Ballverlust gefeiert, jeder verlorene Zweikampf beklatscht. Auch der verschossene Elfmeter wurde lautstark bejubelt.

Altglienicke hadert nach verpasster Pokal-Sensation

Kapitän Arnold traf nach seiner Einwechslung doppelt (55./83.), zudem war Hauke Wahl (117.) erfolgreich. Der krasse Außenseiter war durch Jonas Nietfeld (6.), Jonas Saliger (71.) und Ibrahimi (109.) dreimal in Führung gegangen, doch Wolfsburg entging anders als der zweite Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim (2:5 beim SSV Jeddeloh II) einer peinlichen Pleite.

„Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte der erleichterte Strobl bei Sky. Sein Gegenüber Dan Twardzik haderte: „Es war ein 50:50-Ding. Schade, dass wir uns für die Leistung und Aufopferung nicht belohnt haben.“

Strobl hatte vor der Partie noch „absolute Ernsthaftigkeit“ von seiner Mannschaft gefordert – doch davon war nicht viel zu sehen. Die in der Regionalliga noch ungeschlagene VSG hätte schon in der zweiten Minute in Führung gehen können, Nietfeld holte dies dann wenig später nach. Die Fans im kleinen Stadion rieben sich verwundert die Augen. Die Partie fand in Berlin statt, weil das Spielfeld im brandenburgischen Fürstenwalde zu kurz für den DFB-Pokal ist.

Wolfsburg reagierte wütend, aber ideenlos. Immer wieder war es Reese, der an alter Wirkungsstätte für Unruhe sorgte – und immer wieder an VSG-Keeper Luis Zwick scheiterte. Der Schlussmann stand im erst zweiten Pokalspiel der Altglienicker Vereinsgeschichte zunehmend im Blickfeld.

Bei Wolfsburg, Pokalsieger von 2015, kamen nach der Pause Arnold, Sael Kumbedi und Elvis Rexhbecaj. Und es war der Kapitän, der aus 30 Metern Zwick erstmals überwand. Mehr Ruhe brachte das aber nicht ins Spiel des VfL – ganz im Gegenteil. Schlussmann Zielinski spielte den Ball genau in die Füße von Saliger, der Danke sagte und zum 2:1 traf. Arnold erzwang erneut aus der Distanz die Verlängerung, in der es weiter hin und her hing.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)