Rui Mota hat seinem Gegenüber Torsten Lieberknecht nach dem hitzigen Pokal-Derby den Handschlag verweigert. Der Trainer von Waldhof Mannheim erklärte, dass er sich während der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:1 nach Verlängerung) in der ersten Runde des DFB-Pokals bedroht gefühlt habe.
Waldhof-Trainer erklärt verweigerten Handschlag
Coach erklärt verweigerten Handshake
„Ich bin kein Heuchler“, sagte der Coach nach einem von Fan-Ausschreitungen überschatteten Match auf der gemeinsamen Pressekonferenz beider Trainer, als er auf den ausgebliebenen Händedruck angesprochen wurde. Lieberknecht hatte ihm seine Hand gereicht, sein Gegenüber hatte diese jedoch missachtet. Stattdessen kam es zu einem Wortgefecht.
„Wenn du im Spiel jemanden hast, der auf dich zugeht und gegen dich kämpfen will, ist es nicht so, bloß weil es nach nach dem Spiel nett aussieht“, erklärte Mota auf der PK. Man müsse sich während der Partie benehmen. Tiefer ins Detail ging er in diesem Punkt nicht.
Mannheim-Trainer sauer auf Lieberknecht und Co.
Der Waldhof-Coach führte dennoch weiter aus: „Und wenn mich jemand während des Spiels bedroht und dann später zu mir kommt und sagt: ‚Gut gemacht, wir haben gewonnen’… Ich habe keine zwei Gesichter. Ich habe nur ein Gesicht.“
Er respektiere zwar jeden, der für sein Team einstehe. Aber: „Nicht, wenn man herkommt, um zu drohen. Das ist nicht der richtige Weg. Ich bin kein Heuchler und ich schüttle keine Hände, nur um vor der Kamera nett auszusehen.
Mota tätigte diese Ausführungen, während Lieberknecht nur rund zwei Meter von ihm entfernt ebenfalls auf dem Podium saß. Dieser blickte dabei verwundert drein. Wenig später erklärte der FCK-Trainer, die Teams hätten sich emotional aber fair bekämpft: „Das war eines Derbys wirklich würdig.“ Beide Mannschaften hätten es verdient, über den Fußball zu sprechen.