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"Krasser Moment": Nagelsmann überrascht deutschen Debütanten

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„Krasser Moment” für Bisseck

Yann Aurel Bisseck wird erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Bei SPORT1 schildert der 24-Jährige, was ihm diese Berufung bedeutet.
Nach der Niederlage von Inter Mailand zollt Yann Bisseck Bayer 04 Leverkusen seinen vollen Respekt.
Yann Aurel Bisseck wird erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Bei SPORT1 schildert der 24-Jährige, was ihm diese Berufung bedeutet.

Die frohe Botschaft von Julian Nagelsmann erreichte Yann Aurel Bisseck erst mit etwas Verzögerung. „Ich hatte gerade Training, als der Bundestrainer versucht hatte, mich anzurufen“, sagte der Innenverteidiger von Inter Mailand exklusiv zu SPORT1.

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„Als ich seinen Namen dann in der Kabine auf dem Display gelesen habe - das war ein krasser Moment. Er hatte mir auf die Mailbox gesprochen, dass ich dabei bin - ich habe mich dann natürlich nochmal zurückgemeldet“, ergänzte der 24-Jährige.

Die Nachricht über seine erstmalige Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft teilte Bisseck gleich mit seiner Familie und seinen engsten Freunden.

Bisseck „unfassbar stolz“ auf Nominierung

Es sei „eine riesige Ehre für ihn“, betonte Bisseck, der von der U17 bis zur U21 „schon immer mit großem Stolz den Adler auf der Brust getragen“ habe. Seine Berufung für die A-Nationalmannschaft gehöre „definitiv zu den glücklichsten Momenten meiner bisherigen Karriere – es macht mich unfassbar stolz!"

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Der Weg des 1,96-Meter-Hünen in den Kreis der Nationalmannschaft ist durchaus ein besonderer. Dabei schien er schon früh vorgezeichnet: Am 26. November 2017 verewigte sich Bisseck als 16-Jähriger als jüngster Bundesliga-Spieler des 1. FC Köln in der Klubhistorie. Doch der erhoffte Durchbruch bei seinem Jugendklub blieb aus – stattdessen folgte eine Leih-Odyssee.

Über Holstein Kiel und Roda Kerkrade landete Bisseck 2020 in Portugal bei Vitoria Guimaraes. Dort drohte der Traum von einer großen Karriere nach einer Versetzung in die zweite Mannschaft zu versanden.

Bisseck dachte an Karriereende und Medizinstudium

Bisseck stand am Scheideweg - wie er auch heute sagt: „Wenn ich daran denke, dass ich zu meiner Zeit in Portugal zwischenzeitlich fast mit dem Fußballspielen aufgehört hätte, um Medizin zu studieren, bin ich jetzt extrem froh darüber, wie alles gelaufen ist und dass ich meinen Traum doch nie aufgegeben habe.“

Der Wechsel zum dänischen Klub Aarhus GF verhalf ihm 2021 letztlich zum Durchbruch. Zwei Jahre später wechselte er zu Inter Mailand, wo er in dieser Saison endgültig durchstartete und im vergangenen November mit einem neuen Vertrag bis 2029 belohnt wurde.

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„Die Nominierung für die Nationalmannschaft ist ein Höhepunkt meiner bisherigen Karriere und ich sehe es als Bestätigung dafür, dass ich in den letzten Jahren den richtigen Weg gegangen bin“, betonte Bisseck.

Nagelsmann sieht „sehr viel Talent“ in Bisseck

In Italien bekam er wegen der früheren Gedanken an ein Medizinstudium von der Presse den Spitznamen „Doktor Bisseck“ verpasst. Sein Aufschwung wurde allerdings Anfang des Jahres aus gesundheitlichen Gründen gebremst, eine Adduktorenverletzung zwang ihn zu einer wochenlangen Pause.

„Ich finde, dass er aktuell keine Topphase hatte, weil er verletzt war und jetzt nicht mehr so viel gespielt hat wie davor“, räumte auch Nagelsmann ein. Aber der Bundestrainer sieht in ihm Potenzial - auch aufgrund der bewegten Vita: „Er ist aber generell ein Spieler mit sehr viel Talent und einem guten, interessanten Karriereverlauf, den wir bei einigen Spielern bei uns haben.“

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Er sei sehr gespannt, wie Bisseck „am Montag aufdribbeln“ werde, wenn sich die Nationalspieler zur Vorbereitung auf den Italien-Kracher im Viertelfinale der Nations League versammeln. „Ich schätze ihn als sehr großes Talent“, führte Nagelsmann weiter aus. „Ich finde, dass er sehr viel mitbringt. Aber ich habe ihn noch nicht persönlich kennengelernt und ihn noch nie persönlich auf dem Trainingsplatz gesehen. Das werde ich jetzt machen und seine Leistungsfähigkeit überprüfen.“

Bisseck selbst stellt sich der neuen Herausforderung mit gesundem Ehrgeiz. „Ich will alles geben, um dem Team zu helfen und mich für weitere Nominierungen zu präsentieren.“

Debütiert Bisseck in seinem Wohnzimmer?

Der Abwehrspieler wolle das Vertrauen des Bundestrainers zurückzahlen. Und vielleicht wird er ja mit seinem Debüt beschenkt. Eine mögliche Premiere am 20. März im Giuseppe-Meazza-Stadion gegen Italien (20.45 Uhr im LIVETICKER) hätte für den Inter-Profi nochmals eine ganz besondere Note.

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„Dass ich jetzt ausgerechnet bei den Begegnungen gegen Italien dabei bin und ein Spiel in meinem Wohnzimmer im San Siro in Mailand stattfindet, macht das Ganze noch mal einen Tick spezieller“, sagte Bisseck. „So etwas kann man sich fast nicht ausmalen.“