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Babbel-Rat für Nagelsmann: "Nichts verkehrt, wenn du ihn mitnimmst"

DFB-Sturm? Babbel mit Empfehlung

Die Stürmerfrage im DFB-Team ist ein heißes Thema. Experte Markus Babbel spricht sich mit Blick auf die WM für den Torjäger der U21-Nationalmannschaft aus.
Die deutsche U21-Nationalmannschaft gewinnt mit 2:0 gegen Georgien. Torschütze Nicolò Tresoldi spricht über seinen Treffer und das Jahr mit der U21.
Die Stürmerfrage im DFB-Team ist ein heißes Thema. Experte Markus Babbel spricht sich mit Blick auf die WM für den Torjäger der U21-Nationalmannschaft aus.

Während Fußball-Deutschland über die Rolle von Deniz Undav im DFB-Team diskutiert, hat TV-Experte Markus Babbel im Hinblick auf die WM noch einen neuen Kandidaten ins Spiel gebracht: Nicolò Tresoldi.

„Du machst nichts verkehrt, wenn du ihn mitnimmst. Ich glaube, Julian Nagelsmann sucht ja noch diesen klassischen Stoßstürmer“, sprach Babbel bei Pro7 Maxx dem Bundestrainer eine Empfehlung aus.

Babbel: Tresoldi habe „dieses Näschen“

Der Ex-Hannoveraner Tresoldi geht seit dieser Saison für Club Brügge auf Torejagd und hat in 48 Pflichtspielen 17 Treffer erzielt, darunter drei in der Champions League. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft gelangen dem 21-Jährigen in 24 Spielen zwölf Tore.

„Er ist für mich der klassische Mittelstürmer“, sagte Babbel. Tresoldi habe „dieses Näschen, wo der Ball hinfallen könnte“, erklärte der Ex-Nationalspieler.

Tresoldi könnte für drei Nationen spielen

Tresoldi hat bislang vergeblich auf einen Anruf von Bundestrainer Nagelsmann gewartet. Der Sohn des früheren italienischen U21-Nationalspielers Emanuele Tresoldi könnte sowohl für Deutschland als auch für Italien oder Argentinien (Heimatland seiner Mutter) spielen.

Zuletzt berichtete die Bild-Zeitung, dass sich der argentinische Verband bei Tresoldi gemeldet haben soll.

Sportdirektor Rudi Völler sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der Frage nach Tresoldis Nationalteam-Zukunft nicht unter Druck gesetzt.

Das sagt Völler zu Tresoldi

„Das ist ja kein Einzelfall. Es gibt relativ viele, die für zwei oder drei Nationen spielen können. Das ist der Lauf der Zeit. Das ist eigentlich nicht schön, man sollte schon versuchen, seine Identität schon relativ früh zu finden, für welchen Staat man gerne spielen möchte. Das ist nicht immer einfach, eine Entscheidung zu treffen“, sagte Völler in der Halbzeitpause des EM-Qualifikationsspiels der deutschen U21 in Griechenland.

Auf die Frage, ob Tresoldi ein Kandidat für den WM-Kader sei, sagte Völler: „Im Grunde ist es die Zukunft des deutschen Fußballs. Ob es schon für die WM reichen wird, kann ich nicht sagen. Wir haben ja gute Stürmer. Man hat ja bei den letzten beiden A-Länderspielen gesehen, dass wir Stürmer haben, die wunderbare Tore erzielen. Wir haben ja noch Zeit.“