Noch bevor im Sommer die Fußball-WM in Nordamerika beginnt, absolviert die deutsche Nationalmannschaft Ende März zwei wegweisende Testspiele.
WM-Test: Deutschland - Schweiz LIVE im Free-TV, Stream und Ticker - Heute 1. Länderspiel im WM-Jahr - Nagelsmann erklärt Stürmer-Entscheidung
Nagelsmann erklärt Stürmer-Wahl
Los geht es schon heute Abend, wenn Deutschland gegen die Schweiz in Basel antritt. Anpfiff im St. Jakob-Park ist um 20.45 Uhr (im LIVETICKER). Zuletzt trafen Deutschland und die Schweiz bei der EM 2024 aufeinander; damals endete das Duell in der Gruppenphase 1:1.
WM-Testspiel heute LIVE: So können Sie Schweiz – Deutschland verfolgen
TV: RTL
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Ticker: sport1.de
DFB-Team: Sané in der Startelf
Leroy Sané darf gegen die Schweiz von Beginn an ran. Er wird voraussichtlich die rechte Außenbahn bespielen. Auch Florian Wirtz, Serge Gnabry und Kai Havertz starten.
Havertz, der den Großteil der Saison verletzungsbedingt passen musste, erhält den Vorzug vor dem formstarken Deniz Undav. „Weil wir Kai seit Ewigkeiten vermissen. Er muss natürlich den Rhythmus kriegen bei uns. Er ist ein außergewöhnlich guter Spieler, ein kompletter Spieler, der Rhythmus bei uns braucht“, erklärte Nagelsmann seine Entscheidung bei RTL.
Nagelsmann erklärt: Darum spielt Havertz
Nun soll Havertz wieder zu alter Stärke zurückfinden. „Wenn wir es jetzt nicht machen, ist es für die WM wahrscheinlich zu spät. Deswegen ist es glaube ich unausweichlich“, fuhr Nagelsmann fort.
Auf der Doppelsechs beginnen Angelo Stiller und Leon Goretzka. Joshua Kimmich wird wohl, wie im DFB-Team gewohnt, auf der Rechtsverteidigerposition spielen.
Neben Goretzka, Gnabry und Kimmich steht mit Jonathan Tah noch ein weiterer Profi vom FC Bayern in der Startelf.
Schweiz – Deutschland, die offiziellen Aufstellungen:
Schweiz: Kobel – Widmer, Elvedi, Akanji, Rodriguez – Xhaka, Reuler – Rieder, Vargas, Ndoye – Embolo
Deutschland: Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Stiller, Goretzka – Sané, Wirtz, Gnabry – Havertz
Wegweisendes Duell für Bundestrainer Nagelsmann
Julian Nagelsmann wird es anders machen als der große „Täuscher“. Sepp Herberger gab in Basel 1954 den Geheimniskrämer, gegen die übermächtigen Ungarn ließ er in der Vorrunde seine B-Elf ran – zwei Wochen später wurde Deutschland gegen den geblendeten Topfavoriten erstmals Weltmeister. Nagelsmann dagegen wird seine WM-Karten auf dem Weg zum fünften Stern schon im St. Jakob-Park aufdecken – auf bis zu neun Positionen.
„Experimentieren“, betonte der Bundestrainer vor dem ersten Härtetest beim WM-Teilnehmer, „werden wir nicht mehr!“ Heißt: So wie sein März-Kader mit dem Aufgebot für den „American Dream“ schon „artverwandt“ ist, so wird die Elf am Freitag schon derjenigen ähneln, die am 14. Juni in Houston gegen Neuling Curacao auf die „Route 26“ geht.
Im Tor steht Oliver Baumann, Kimmich bleibt trotz aktueller Sechser-Probleme Rechtsverteidiger. „Ich erwarte“, sagte der Kapitän, „dass sich jeder dem großen Ganzen mit 100 Prozent hingibt und sich reinwirft.“ Schon jetzt – und erst recht im Turniersommer. Das neue deutsche Wir-Gefühl, betonte Kimmich, solle dann wettmachen, dass der viermalige Weltmeister laut Nagelsmann eben „nicht den besten Kader der Welt“ hat.
Nationalspieler-Trio fehlt Nagelsmann
Am Montag bestreitet Deutschland dann sein zweites Testspiel gegen Ghana. Anpfiff in Stuttgart wird ebenfalls 20.45 Uhr sein.
Nicht zur Verfügung stehen werden unter anderem Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha. Während Musiala nach seiner schweren Verletzung noch ein wenig auf der Suche nach einem Rhythmus ist, fehlen Pavlovic und Nmecha verletzungsbedingt.
Nach den Testspielen gegen die Schweiz und Ghana stehen vor WM-Start noch zwei Duelle mit Finnland und den USA auf dem Programm. In Houston wird es dann am 14. Juni für die DFB-Auswahl gegen Curacao so richtig ernst.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)