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Deutsches Novum möglich - Nagelsmann "kein Riesenfreund"

Wechsel-Novum bei DFB-Spiel möglich

Julian Nagelsmann könnte gegen die Schweiz für ein Wechsel-Novum sorgen. Der Bundestrainer ist aber kein "Riesenfreund" der Sonderregelung.
Vor dem Länderspiel gegen die Schweiz äußert sich Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Personalsituation und verteilt erste Startelfgarantien für Kai Havertz, Angelo Stiller und Leon Goretzka.
Julian Nagelsmann könnte gegen die Schweiz für ein Wechsel-Novum sorgen. Der Bundestrainer ist aber kein "Riesenfreund" der Sonderregelung.

Die deutsche Nationalmannschaft fordert die Schweiz am Freitagabend (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) zum Härtetest wenige Monate vor der Weltmeisterschaft. Theoretisch könnte es beim DFB-Team dann zu einem nie dagewesenen Wechsel-Novum kommen.

Erstmals könnte Bundestrainer Julian Nagelsmann ganze elf Wechsel vornehmen, um Spieler im Trikot der Nationalelf zu testen. Allerdings dürfte er nur im Notfall von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

„Ich bin kein Riesenfreund davon. Ich gehe davon aus, dass wir nicht elfmal wechseln“, stellte der Bundestrainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag klar.

Möglich gemacht wurde das potenzielle Novum durch eine Entscheidung des International Football Association Board (IFAB) Ende Februar. Die Regelhüter des Weltfußballs beschlossen damals, die möglichen Wechsel bei offiziellen Test-Länderspielen von sechs auf acht zu erhöhen.

Deutschland entspricht Wunsch der Schweiz

Die Ausnahme: Einigen sich beide Mannschaften auf ein höheres Limit, sind sogar bis zu elf Auswechslungen erlaubt. Um Zeitspiel zu verhindern, bleibt es jedoch bei den drei Wechselfenstern im Spiel plus einem in der Halbzeitpause.

„Der Wunsch kam aus der Schweiz. Wir haben dem entsprochen“, erklärte Nagelsmann die Hintergründe der Einigung. Schweiz-Trainer Murat Yakin kündigte zudem an, sein Kontingent voll ausschöpfen zu wollen, während Nagelsmann seine Zweifel an der Sinnhaftigkeit bekräftigte.

Darum will Nagelsmann nicht elfmal wechseln

„Zwischen elfmal wechseln und elfmal wechseln gibt es natürlich Unterschiede, was die Zeit angeht“, meinte der Bundestrainer. Gehe es darum, Spieler zu testen, sei „es schon ratsam, das in einem Konstrukt zu tun, das funktioniert und wo Spieler drumherum sind, die auch bei einem Turnier um einen herum stehen“.

Dass jeder Spieler die gleiche Spielzeit bekommt, sei laut Nagelsmann bereits ausgeschlossen. Bei der WM im Sommer gilt dann ohnehin wieder die gewohnte Regel für Pflichtspiele. In den USA, Mexiko und Kanada sind bis zu fünf Auswechslungen und eine weitere möglich, sollte das Spiel in die Verlängerung gehen.