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Nagelsmann schlägt Alarm: "Musiala hat nicht mehr so viel Zeit"

Nagelsmann äußert Sorge bei Musiala

Bundestrainer Julian Nagelsmann erwartet Jamal Musiala bis zur WM bei "100 Prozent" und lobt dessen möglichen Ersatz. Doch er weiß, dass die Zeit rennt.
Vor dem Länderspiel gegen die Schweiz äußert sich Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Personalsituation und verteilt erste Startelfgarantien für Kai Havertz, Angelo Stiller und Leon Goretzka.
Bundestrainer Julian Nagelsmann erwartet Jamal Musiala bis zur WM bei "100 Prozent" und lobt dessen möglichen Ersatz. Doch er weiß, dass die Zeit rennt.

Julian Nagelsmann macht sich mit Blick auf die Fußball-WM keine Sorgen um Jamal Musiala. „Er hat nicht mehr so viel Zeit, das steht außer Frage“, bekannte der Bundestrainer zwar, aber: „Ich traue ihm zu, dass er auf 100 Prozent kommt. Aber er hat jetzt acht Wochen, bis er dann schon bei 100 Prozent sein muss.“

Musiala fehlt beim Start ins WM-Jahr mit den Länderspielen am Freitag (20.45 Uhr) in Basel gegen die Schweiz und am Montag (20.45 Uhr) in Stuttgart gegen Ghana wegen einer Schmerzreaktion in seinem im vergangenen Sommer schwer verletzten Bein.

„Das Wichtigste ist, dass er gesund ist, dass er schmerzfrei ist“, sagte Nagelsmann, „und dass er dann sein Level erreicht. Dafür haben wir sehr viele gute Offensivspieler und Jamal muss wie alle anderen auch in den Spielen schon bei 100 Prozent sein.“

Nagelsmann schwärmt von Karl

Der Bundestrainer sprach von einer „extrem schweren Verletzung“. Dass diese immer mal wieder ein paar Probleme mache, sei „normal“. Wenn diese Schmerzen nicht tolerierbar seien, „dann bist du ein bisschen gehemmt. Du kannst nicht befreit spielen.“

Sollte das bei Musiala der Fall sein, stünde als Ersatz unter anderem Neuling Lennart Karl bereit, der Musiala auch beim FC Bayern schon mehrfach gut vertreten hat. Der 18-Jährige, schwärmte Nagelsmann, habe „sehr auffällig trainiert. Er hat sich viel zugetraut, aber hat nicht übertrieben. Das war gut. Ich war sehr positiv angetan.“

Was ihn überrascht habe: „Er ist ein bisschen ruhiger, als ich erwartet habe. Er macht einen sehr, sehr angenehmen Eindruck. Fußballerisch war es sehr, sehr gut.“ Außerdem habe er nicht den Eindruck gehabt, dass sich Karl von dem „Hype“ um ihn habe anstecken lassen.

Das sieht Nagelsmann auch mit Blick auf die WM als wertvoll an. „Wenn du so einen jungen Spieler mit zu einem Turnier nimmst, dann, weil er genau das Freche, Unbekümmerte verkörpert – und wenn er reinkommt, immer Vollgas gibt, ein Spiel auch entscheiden kann und entscheiden will.“