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Nagelsmann über Sané: "Tür nicht dauerhaft offen"

Sané? „Tür nicht dauerhaft offen“

Leroy Sané muss sich in der Nationalmannschaft weiter beweisen. Trotz der Einsatzgarantie gegen Ghana stellt Bundestrainer Julian Nagelsmann deutliche Forderungen an den Flügelspieler - auch mit Blick auf einen Platz im WM-Kader.
Alfred Draxler kann im SPORT1 Doppelpass nicht nachvollziehen, dass Leroy Sané für das DFB-Team nominiert wurde. Der deutsche Flügelspieler kassiert einen heftigen Gegenwind.
Leroy Sané muss sich in der Nationalmannschaft weiter beweisen. Trotz der Einsatzgarantie gegen Ghana stellt Bundestrainer Julian Nagelsmann deutliche Forderungen an den Flügelspieler - auch mit Blick auf einen Platz im WM-Kader.

Leroy Sané wird beim Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana am Montag (20.45 Uhr im LIVETICKER) erneut die Chance erhalten, sich zu beweisen. Das bestätigte Bundestrainer Julian Nagelsmann trotz eines enttäuschenden Auftritts des Flügelspielers beim 4:3-Sieg gegen die Schweiz.

Ungenutzt sollte diese Gelegenheit jedoch besser nicht bleiben. Die Aussagen des Bundestrainers auf der Pressekonferenz am Sonntag ließen keinesfalls auf ein garantiertes WM-Ticket für Sané schließen.

„Er hat weiterhin die Option sich zu zeigen, hier und bei seinem Klub“, erklärte Nagelsmann, stellte aber auch klar: „Die Tür ist nicht dauerhaft offen für die, die dabei sind.“

Sané? „Soll ich einen Spieler abmontieren?“

Sané war gegen die Schweiz in der 63. Minute ausgewechselt worden (SPORT1-Note: 5), nachdem er offensiv weitgehend blass geblieben war und unter anderem vor dem 0:1 (17.) die nötige Defensivarbeit vermissen ließ.

Größere Konsequenzen hat die Leistung offenbar jedoch nicht. „Ich frage mich auch, was man für eine Erwartungshaltung hat, wenn man mich nach Leroy Sané fragt. Soll ich einen Spieler abmontieren?“, fragte sich Nagelsmann.

Weiter erklärte er: „Beispielsweise ein Maximilian Mittelstädt hat die gleiche Chance, dabei zu sein, wie ein Leroy Sané. Ich werde aber nach einem Spiel keinen Spieler abmontieren, das wird nicht passieren.“

WM-Ticket: Das spricht für Sané

Für Sané spricht laut Nagelsmann weiterhin vor allem eine bestimmte Qualität: „Die Argumente sind, dass wir Eins-gegen-Eins-Spieler brauchen, die wir jetzt nicht in Hülle und Fülle haben – gerade fußverkehrt.“ Dennoch machte der Bundestrainer auch auf weitere Alternativen aufmerksam.

Während Nagelsmann erneut Sanés Leistung im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei lobte, fand er etwas kritischere Worte zum jüngsten Auftritt des DFB-Stars.

„Das letzte Spiel gegen die Schweiz war in Ordnung, aber auch nicht richtig gut oder unfassbar schlecht. Es war besser, als es jetzt irgendwie dargestellt wird, aber es ist auch nicht so, dass wir jetzt super zufrieden sind“, meinte der 38-Jährige und blickte voraus: „Leroy weiß, was gefordert ist und das muss er zeigen. Am Ende entscheiden wir in alle Richtungen, was aus unserer Sicht das Beste für den Kader ist.“