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Wirtz lässt tief blicken: "Musste lernen, stärker zu werden"

Wirtz lässt tief blicken

Florian Wirtz spricht nach seinem furiosen Spiel am vergangenen Freitag über seine Leistung im DFB-Trikot und die schwierige Anfangszeit in England.
Nach dem Freundschaftsspiel gegen die Schweiz zeigt sich Florian Wirtz begeistert von Debütant Lennart Karl.
Florian Wirtz spricht nach seinem furiosen Spiel am vergangenen Freitag über seine Leistung im DFB-Trikot und die schwierige Anfangszeit in England.

Florian Wirtz hat ausführlich über seinen Wechsel nach England und seine Zeit im DFB-Trikot gesprochen. Rückblickend verriet er im Interview der Sportschau, dass die ersten Monate auf der Insel überhaupt nicht einfach waren, „weil es natürlich nicht so lief, wie ich es gerne gehabt hätte“.

In dieser schweren Zeit habe ihm besonders eine Person immer wieder den Rücken gestärkt: „Ich habe mit Julian Nagelsmann gesprochen und er hat mir gesagt, dass es für mich selber gut ist, dass es nicht immer nur aufwärts geht. Dass man auch mal eine Delle hat und daraus stärker wird. Und so sehe ich das mittlerweile auch.“

Die Zeit in England habe ihn insgesamt stärker gemacht. Er habe gelernt, mit Widerständen umzugehen und sich an ungewohnte Verhältnisse anzupassen. Er musste in der Premier League „lernen, ein bisschen stärker zu werden“ und „besser den Ball zu behaupten“.

Nach gut acht Monaten merke er aber selbst schon einen spürbaren Unterschied: „Ich merke auch, wenn ich jetzt in der Champions League spiele oder auch in der Nationalmannschaft, dass ich einfach auf einem guten körperlichen Level bin. Und deswegen hat die Zeit mir bisher persönlich auf jeden Fall sehr viel geholfen.“

Wirtz: Traumspiel im DFB-Trikot

Dass er sich in den letzten Monaten weiter verbessert hat, konnte man jüngst im Freundschaftsspiel gegen die Schweiz sehen. „Ich würde unterschreiben, dass es für Deutschland mein bestes Spiel war“, sagte er im Anschluss. In den Medien wurde Wirtz international gelobt und als „Zauberer“ bezeichnet.

„Ich glaube ich hatte schon einige ganz gute Spiele in meiner Karriere. Aber für Deutschland konnte ich in einem Spiel noch nie so richtig meinen Stempel aufdrücken, wie am Freitag“, resümierte er seine Leistung gegen die Schweiz.

Für sein aufopferungsvolles Spiel belohnte er sich am Ende auch noch selbst und schoss das nach seinen eigenen Angaben schönste Tor seiner Karriere. Im DFB-Trikot scheint sich der Rheinländer sichtlich wohl zu fühlen.

Dazu trägt sicherlich auch das gute Verhältnis zum Bundestrainer bei: „Er hat mich da immer sehr unterstützt und hatte immer ein offenes Ohr für mich. Er wollte mir gerne Tipps geben und hat mich auch immer beruhigt, dass ich einfach weitermachen muss. Das hat das Verhältnis einfach enger gemacht.“

Wirtz hofft auf schnelles Musiala-Comeback

Dass Wirtz in der Nationalmannschaft unverzichtbar ist, hatte er jüngst einmal mehr unter Beweis gestellt. Und das, obwohl einer seiner Lieblingsspieler aktuell verletzt pausieren muss. Die Rede ist von Jamal Musiala.

Wirtz hätte vermutlich auch gerne mit dem FC-Bayern-Star gemeinsam sein schönstes Tor gefeiert: „Er fehlt natürlich. Er ist ein Leistungsträger im Verein wie auch in der Nationalmannschaft.“

Dass die beiden extrem gut harmonieren, stellten sie schon mehrfach unter Beweis. Umso wichtiger wäre es, dass Musiala seine Verletzungsprobleme bis zur WM im Sommer in den Griff bekommt. „Wenn wir zusammengespielt haben, hat das immer gut geklappt. Wir haben uns gegenseitig Tore vorgelegt und einfach gut kombiniert auf dem Platz. Ich glaube, wenn man das jetzt wieder mit reinbringen kann, würde uns das nicht schaden“, schätzte Wirtz ein baldiges Comeback seines Sturm-Partners ein. „Ich glaube auch, dass er das packt und wir bald wieder gemeinsam auf dem Platz stehen können“, sagte er hoffnungsvoll.