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DFB: Was in der Neuer-Debatte übersehen wird

Was bei Neuer übersehen wird

Wie immer wenn Manuel Neuer eine herausragende Leistung zeigt, kommt auch nach dem Sieg in Madrid die alte Debatte wieder auf: Muss er zurück ins DFB-Tor? Es ist eine Diskussion, die ins Leere führen wird.
Die Glanzleistung von Manuel Neuer gegen Real Madrid befeuert erneut die Debatte, ob der Keeper zurück ins DFB-Tor kehren sollte. SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger erklärt im Podcast "Die Bayern-Woche", warum das als unrealistisches Szenario gilt.
Wie immer wenn Manuel Neuer eine herausragende Leistung zeigt, kommt auch nach dem Sieg in Madrid die alte Debatte wieder auf: Muss er zurück ins DFB-Tor? Es ist eine Diskussion, die ins Leere führen wird.

Manuel Neuer war noch sichtlich beeindruckt, als er am späten Dienstagabend in der Mixed Zone auftrat – weniger von seiner eigenen Leistung, sondern eher vom Gefühl eines Sieges in Madrid. Zur Erinnerung: Dort hatten die Bayern zuletzt im Jahr 2000 gewonnen. Insofern kann der jetzige Triumph fast schon als historisch bezeichnet werden.

Unbeeindruckt zeigte er sich aber von der Diskussion, die sich erneut um seine Person entspinnt: Nämlich der Frage, ob die lebende Legende angesichts solcher guten Leistungen nicht doch wieder im DFB-Tor auftauchen sollte. „Sollen wir das Thema jetzt wieder aufmachen?“, fragte Neuer lachend, obwohl sich durchaus einflussreiche Meinungsmacher für sein Comeback in der Nationalmannschaft aussprechen.

Für SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger führt die Diskussion allerdings ins Leere. Einem solchen Szenario stünden einfach zu viele Dinge im Weg. „Vielleicht ist es tatsächlich so, dass er zurückmuss, weil er der beste deutsche Torhüter ist. Aber man muss sich ja mit der Realität auseinandersetzen – und nicht mit der Realität, die man gerne hätte“, sagt der Insider in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.

Zwei unrealistische Optionen bei Neuer

Kumberger weiter: „Er kann nur in der DFB-Elf spielen, wenn Julian Nagelsmann das will. Wer behauptet, das sei kein Problem, verkennt die Tatsache, dass das Verhältnis zwischen Neuer und dem Bundestrainer als belastet gilt. Auch das zwischen Neuer und Alexander Nübel gilt als belastet. Es liegen zu viele Steine im Weg für ein Comeback.“

Zu einer Rückkehr von Neuer in die Nationalmannschaft und einer Nominierung für die Weltmeisterschaft könne es nur kommen, wenn entweder der Keeper selbst oder der Bundestrainer zum Hörer greift und über seinen Schatten springt – beides ist eher unwahrscheinlich. Ja sogar ein Wunschtraum, der viele Fakten übersieht.

„Ein Manuel Neuer biedert sich nicht an und ein Julian Nagelsmann bettelt nicht. So einfach ist das. Der Bundestrainer hat einen Plan und der heißt Oliver Baumann als Nummer 1“, erklärt Kumberger.

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Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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