Der FC Bayern muss in der entscheidenden Phase der Saison ohne Serge Gnabry auskommen – womöglich muss auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der WM auf den in dieser Saison so starken Fußball-Nationalspieler verzichten.
Julian Nagelsmann griff nach dem Gnabry-Schock schnell zum Handy
Nagelsmann reagiert auf Gnabry-Schock
Grund für die Ungewissheit ist ein Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel, den sich Gnabry beim Training einen Tag vor dem Spiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart (ab 17.30 Uhr im LIVETICKER) zuzog.
Wie die Münchner am Samstagabend mitteilten, gehen sie bei Gnabry von einer „längeren Pause“ aus. „Es tut mir sehr leid für Serge. Das ist gerade im Saisonendspurt, in dem so große und wichtige Spiele anstehen, eine ganz bittere Nachricht“, sagte Nagelsmann und berichtete, dass er mit dem Pechvogel am Samstagabend telefoniert hatte: „Ich habe ihm gesagt, dass wir auch in der Nationalmannschaft alle hinter ihm stehen. Wir alle werden ihn bestmöglich unterstützen, damit er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen kann.“
Gnabry verpasst entscheidende Bayern-Spiele
Die Hiobsbotschaft bedeutet zunächst: In den anstehenden Halbfinalspielen im DFB-Pokal am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) bei Bayer Leverkusen sowie anschließend in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (28. April/6. Mai) wird der 30-Jährige definitiv ausfallen, und wohl auch über das Saisonfinale der Bundesliga (16. Mai) hinaus.
Der Ausfall trifft die Bayern auch an einer empfindlichen Stelle. In dieser Saison vertrat Gnabry in der Rolle eines Zehners den verletzten Jamal Musiala mit durchweg überzeugenden Leistungen. Nun muss Musiala, der nach seinem Comeback im Januar und einem kleinen Rückschlag noch nach seiner Bestform sucht, wohl früher als geplant mehr Verantwortung übernehmen. Auch Youngster Lennart Karl, der ebenfalls schon auf der zentralen Offensivposition spielte, fällt verletzt aus.
Ungewiss ist vor allem, ob Gnabry noch wie von Nagelsmann vorgesehen für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) infrage kommt. Seinen Kader für das Turnier nominiert der Bundestrainer am 12. Mai.