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Rüdiger? "Ich würde mich für Ginter entscheiden"

Torwart-Idol: Ginter statt Rüdiger

Freiburg darf in dieser Saison weiter von Titeln träumen. Für Torwartlegende Richard Golz steht dabei vor allem ein Leistungsträger im Fokus, auf den er anstelle von Antonio Rüdiger bei der WM setzen würde.
Kevin Kuranyi spricht im exklusiven SPORT1-Interview über den Stand von Deniz Undav in der deutschen Nationalmannschaft. Der einstige Mittelstürmer nimmt auch Bundestrainer Julian Nagelsmann in Schutz.
Freiburg darf in dieser Saison weiter von Titeln träumen. Für Torwartlegende Richard Golz steht dabei vor allem ein Leistungsträger im Fokus, auf den er anstelle von Antonio Rüdiger bei der WM setzen würde.

Der SC Freiburg spielt bislang eine starke Saison und darf weiter von Titeln träumen. Die Breisgauer stehen sowohl im Halbfinale des DFB-Pokals als auch in der UEFA Europa League. Parallel kämpft das Team von Freiburg-Trainer Julian Schuster in der Bundesliga um Platz sieben, um sich erneut für das internationale Geschäft zu qualifizieren.

Vor dem Pokal-Halbfinale am Donnerstagabend gegen den VfB Stuttgart (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) hat Torwartlegende Richard Golz nun einen Freiburger Schlüsselspieler besonders hervorgehoben: Matthias Ginter. Der Weltmeister von 2014 zählt unter Schuster zu den absoluten Leistungsträgern und verleiht der Defensive mit seiner Erfahrung und Ruhe große Stabilität.

Für Golz ist der Innenverteidiger ein Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft. Im Interview mit Sport Bild sprach sich der 57-Jährige klar für Ginter aus. „Wenn ich die Wahl zwischen Antonio Rüdiger und ihm hätte, würde ich mich für Matthias Ginter entscheiden.“ Seine Einschätzung begründete Golz vor allem mit dem Spielstil des Freiburgers. „Ich hatte als Spieler lieber sachliche und unaufgeregte Spieler vor mir.“

Lob für Ginter: „Als gäbe es kein Morgen“

Auch insgesamt sieht der frühere Profi des SC Freiburg zentrale Gründe für den Erfolg der Breisgauer in dieser Saison. Die Mannschaft zeichne sich durch eine besondere Mentalität aus. Entscheidend sei die „Besessenheit, das Tor zu verteidigen, als gäbe es kein Morgen. Dazu kommen Physis und taktische Disziplin. Und die extreme Stärke bei offensiven Standards gewinnt regelmäßig Spiele“, so Golz.

Die bislang letzte DFB-Nominierung erhielt der 32-Jährige im Juni 2023 noch unter Ex-Bundestrainer Hansi Flick. Unter Julian Nagelsmann blieb ihm bislang eine weitere Chance verwehrt. Stattdessen setzt der Bundestrainer in der Innenverteidigung auf Real-Madrid-Star Antonio Rüdiger.

Unterschiedlicher können zwei Spielertypen wahrscheinlich nicht sein. Während Ginter sich allein auf seine Aufgaben auf dem Platz konzentriert, sorgte Rüdiger in den vergangenen Wochen gleich mehrfach für Wirbel und Kontroversen.