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Wegen Neuer! Hoeneß knöpft sich Nagelsmann vor

Harte Hoeneß-Kritik an Nagelsmann

Das Thema Manuel Neuer kommt nicht zur Ruhe. In der Diskussion um eine Rückkehr in die Nationalmannschaft für die WM schaltet sich jetzt Uli Hoeneß ein - und teilt gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann aus.
Uli Hoeneß spricht bei Magenta am Rande des Legends Cup über Lennart Karl, die Transferstrategie des FC Bayern - und Trainer Vincent Kompany.
Das Thema Manuel Neuer kommt nicht zur Ruhe. In der Diskussion um eine Rückkehr in die Nationalmannschaft für die WM schaltet sich jetzt Uli Hoeneß ein - und teilt gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann aus.

Uli Hoeneß hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für seinen Umgang mit Manuel Neuer und der Torwartfrage in der deutschen Nationalmannschaft kritisiert.

„Ich hätte ganz klar gesagt: Wir spielen jetzt mit Baumann oder mit Nübel oder was auch immer, und wir warten ab, wie die Entwicklung ist“, erklärte der Ehrenpräsident des FC Bayern München im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“.

So sieht Hoeneß das Thema Neuer in der Nationalmannschaft

Neuer hätte man auch noch vier Wochen vor der Weltmeisterschaft erfolgreich nominieren können, ist sich Hoeneß im Gespräch mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder sicher.

Hoeneß betonte, dass Nagelsmann im Umgang mit den Medien Fehler mache: „Das ist die Gefahr bei Julian, dass er viel zu viele Dinge über die Medien macht. […] Du musst heute deine Probleme intern lösen. Die Medien sollen wieder mal selber arbeiten und denen musst du nicht jeden Tag Futter geben.“

Als Gegenbeispiel nannte der 74-Jährige den aktuellen Trainer des FC Bayern München, Vincent Kompany. „Sie werden den Kompany nie über einen Spieler schlecht reden hören, selbst wenn er der Meinung ist: ‚Den kann ich nicht gebrauchen.‘ Er würde das nie machen“, erklärte Hoeneß.

Hoeneß wünscht sich mehr Kontinuität

Später nannte Hoeneß noch einen weiteren Kritikpunkt bei der Arbeit von Nagelsmann: „Ich will jetzt nicht so ein Nagelsmann-Bashing machen. Aber was ich ihm vorwerfe ist, dass er jetzt noch junge Spieler dazu holt und testet, um den Medien gerecht zu werden.“ 

Vielmehr habe Deutschland nicht die beste Mannschaft der Welt und sei darauf angewiesen, dass die Mannschaft fehlende Qualität mit Einsatz wettmache.

„Und das hätte ich gerne gesehen, dass das eingespielt ist. Dass man vier, fünf Länderspiele mit der selben Mannschaft gespielt hätte“, resümiert Bayerns Ehrenpräsident Hoeneß.