Uli Hoeneß hat Julian Nagelsmann erneut kritisiert. Nur wenige Tage nach einem viel beachteten Interview, in dem er dem Bundestrainer unter anderem mangelnde Selbstkritik vorgeworfen hatte, tauchen erneut anklagende Töne auf.
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Wie schon im Gespräch mit DAZN zog Hoeneß dabei auch in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen Vergleich zwischen der deutschen Nationalmannschaft und seinem FC Bayern.
„Die Situation ist dieselbe wie bei uns. Vor der Saison hat doch jeder gesagt: Der Kader ist zu klein, der Kader ist nicht gut genug. Aber dann hat der Trainer die Spieler alle besser gemacht und vor allem hat er aus den Spielern ein Team gemacht“, erklärte Hoeneß: „Aber unser Bundestrainer glaubt, er gewinnt das Spiel. Nein, die Mannschaft gewinnt das Spiel.“
Hoeneß stichelt: „Obwohl der Trainer es nicht geschafft hat …“
Der Macher des deutschen Rekordmeisters wiederholte außerdem einen weiteren Kritikpunkt, der ihm knapp einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft ein Dorn im Auge ist: Seiner Meinung nach ist das DFB-Team nicht ausreichend eingespielt.
„Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance“, stichelte Hoeneß.
Vor Kurzem hatte der 74-Jährige erklärt, dass er Nagelsmann seine Sichtweise auch persönlich mitgeteilt habe. Dabei habe dieser „leicht beleidigt“ gewirkt.
Ihm fehle bei Nagelsmann ein bisschen „diese Bereitschaft, zuzuhören und anzunehmen“, sagte Hoeneß: „Er wird mit seinen Entscheidungen leben müssen. Wenn er erfolgreich ist, bin ich der Erste, der ihm gratuliert. Wenn nicht, dann wird es für ihn schwer.“