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DFB-Youngster Jeltsch: „Da geht ein Riesentraum in Erfüllung“

DFB-Youngster Jeltsch: „Da geht ein Riesentraum in Erfüllung“

Finn Jeltsch gehört zum XXL-Aufgebot von Jürgen Klopp. Von seiner Nominierung ist der Youngster selbst überrascht – und weiß dennoch genau, was er dem Team geben kann.
Für Finn Jeltsch geht mit der DFB-Nominierung ein Traum in Erfüllung. Der 20-Jährige spricht über die besondere Nachricht und seine Ziele bei der Nationalmannschaft.
Finn Jeltsch gehört zum XXL-Aufgebot von Jürgen Klopp. Von seiner Nominierung ist der Youngster selbst überrascht – und weiß dennoch genau, was er dem Team geben kann.

Es sind zwei völlig unterschiedliche Gefühlswelten, zwischen denen sich Finn Jeltsch am Samstagabend bewegte. Die 0:1-Niederlage gegen den BVB machte den Stuttgarter Fehlstart mit nur drei Punkten zum Bundesliga-Start perfekt. Und dennoch kann sich Jeltsch die Vorfreude auf die kommenden Tage nicht verkneifen.

Im anschließenden Interview mit SPORT1 beginnen seine Augen immer wieder zu funkeln, die Mundwinkel zucken regelmäßig nach oben. Und das hat einen guten Grund: Vor dem 20-Jährigen liegt die wohl spannendste Zeit seiner bisherigen Profikarriere.

DFB-Nominierung? „Riesentraum geht in Erfüllung“

„Da geht ein Riesentraum in Erfüllung. Dass es jetzt schon so früh mit 20 Jahren klappt, ist eine große Ehre. Ich will mich zeigen, ich will Gas geben. Dann werden wir sehen“, grinste der Stuttgarter am SPORT1-Mikrofon und sprach erstmals über seine Nominierung.

So richtig glauben kann er es selbst noch nicht: „Man realisiert noch nicht, wie krass es wirklich ist. Immer im Fernsehen geschaut und dann vielleicht selbst Minuten zu bekommen – das ist ein sehr schönes Gefühl.“

Jeltsch gehört dem zweiten der beiden Kader an, die Klopp nominiert hat. Für ihn heißt es deshalb zunächst noch eine Woche durchschnaufen, bevor es dann so richtig losgeht.

Jeltsch vor DFB-Debüt unter Klopp

Der Innenverteidiger, der im Februar 2025 aus Nürnberg nach Stuttgart wechselte, könnte somit in München gegen Serbien (01.10) oder am darauffolgenden Sonntag (04.10.) in Thessaloniki seine ersten Minuten für die A-Nationalmannschaft bekommen.

Wie es sich anfühlt, den Adler auf der Brust zu tragen, ist für ihn allerdings nichts Neues. Jeltsch durchlief seit der U16 die Jugendnationalmannschaften des DFB und wurde mit der deutschen U17 sowohl Welt- als auch Europameister.

Auch beim VfB gehört er zu den Senkrechtstartern – wobei er längst kein Unbekannter mehr ist. Mit gerade einmal 20 Jahren geht Jeltsch bereits in seine dritte Bundesliga-Saison und kam für die Schwaben schon 57-mal zum Einsatz. Nun steht er auch bei Bundestrainer Klopp, der ihn anfangs nicht unbedingt auf dem Zettel hatte, hoch im Kurs.

Klopp schwärmt von VfB-Talent

„Unter den Spielern, die mir nicht sofort geläufig waren, war Finn der erste, der mir aufgefallen ist. Du guckst auf die Statistik und denkst: ‚Einsätze: Hä, was ist das denn?’“, lobte Klopp bei seiner Nominierungs-PK in höchsten Tönen und weiter: „Und dann guckt man ein bisschen genauer hin und stellt fest: außergewöhnlicher Verteidiger.“

Und was kann Jeltsch selbst der Nationalmannschaft geben? „Mutigen Fußball, aggressiven Fußball. Zweikampfhärte. Andribbeln ist auch ein Thema. Auch Schnelligkeit. Das ist das Positive“, versprach er bei SPORT1.

Hier hat Jeltsch noch Luft nach oben

Dass es angesichts seines Alters auch noch Bereiche gibt, in denen Jeltsch Luft nach oben hat, liegt auf der Hand. Das zeigte sich etwa beim Stuttgarter Gegentor gegen den BVB, als er Torschütze Maximilian Beier in seinem Rücken entwischen ließ und dieser zum entscheidenden Treffer einschieben konnte.

„Klar, er dreht sich auch, um zu sehen wo der Spieler ist. Aber wir wollen das mit Kontakt machen. Du brauchst den Kontakt, um den Spieler zu spüren und auch am Anlaufen zu hindern“, legte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, der ein großer Förderer von Jeltsch ist und ihm zu seinem Profidebüt verhalt, den Finger in die Wunde.

Auf ihn wartet ein besonderer Heimatbesuch

Dennoch dürfen sich die DFB-Fans auf einen hochveranlagten Innenverteidiger freuen, der trotz seiner erst 20 Jahre bereits über eine ordentliche Portion Erfahrung verfügt. Und vor allem auf einen Spieler, der für diese Aufgabe brennt. Das merkt man Jeltsch sofort an – und unter Klopp dürfte das keine unwichtige Eigenschaft sein.

Die Reise nach Herzogenaurach in der kommenden Woche wird für den gebürtigen Mittelfranken deshalb gleich in doppelter Hinsicht besonders: Sein Heimatdorf Neuendettelsau liegt gerade einmal rund 45 Autominuten vom Home Ground der Nationalmannschaft entfernt.

„Ich werde den Tag oder die zwei Tage davor nach Hause gehen und dann von dort aus anreisen. Es tut nochmal gut, mit der Familie Zeit zu verbringen“, erklärte er. Für Jeltsch dürfte es damit wohl einer der schönsten Heimatbesuche überhaupt werden.

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