Mit leeren Händen wollte der neue Bundestrainer offenbar nicht bei seiner ersten Nominierungs-PK aufkreuzen. Jürgen Klopp betrat überpünktlich den Raum mit den rund 80 wartenden Medienvertretern. Um 9.58 Uhr, zwei Minuten vor dem offiziellen Beginn, kam er mit einem großen Karton in den Händen.
Wer hinter Klopps Kappen-Aktion steckt
Wer hinter Klopps Kappen-Aktion steckt
Darin: rund drei Dutzend Kappen. Extra für diesen Tag angefertigt. Eine hatte er selbst auf. Das war keine Marketing-Maßnahme von Adidas oder gar vom DFB selbst, sondern Klopps eigene Idee.
Klopp sendet mit Kappe eine Botschaft
„Einer von 83 Millionen“ zierte in goldener Schrift die schwarze Cap. Darüber das Adidas-Originals-Logo in Schwarz, Rot und Gold. Wer einen überraschenden Namen im Kader errate, dürfe sich eine nehmen, sorgte Klopp zu Beginn der PK für einen ersten Lacher.
Angesprochen auf die Bedeutung der Mütze, die auch er trug, erzählte er viel über „positiven Patriotismus“ und den Stolz, Bundestrainer und Deutscher zu sein. Sein Ziel ist klar: ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen, das die deutsche Bevölkerung wieder positiver auf die DFB-Elf blicken lässt.
Klopp mit Kappen-Idee
Am Ende der PK fragte Klopp: „Wer nimmt sich nun eine Cap?“ Viele Finger gingen nach oben. Sie verpflichte nun, so etwas wie Verantwortung zu übernehmen. Für den deutschen Fußball.
Die Idee zu den eigens für diese PK angefertigten Caps stammte dabei tatsächlich von ihm selbst. „Wir haben uns das nicht ausgedacht“, beschrieb eine DFB-Mitarbeitende gegenüber SPORT1. Zu kaufen gibt es die Kappen allerdings nicht. Nach Ende der PK waren die Mützen innerhalb weniger Sekunden vergriffen. Nur die schnellsten Journalisten ergatterten eine.
SPORT1 – und das wird nicht nur im Hinblick auf mögliche Compliance-Verstöße erwähnt – ging dabei leer aus.