Nagelsmann: Darum ist Urbig dabei

Jonas Urbig steht zum ersten Mal im DFB-Kader. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt die Nominierung des Bayern-Keepers vor allem mit dessen Leistung – nennt aber auch andere Gründe.
Lennart Karl wurde erstmals für deutsche Nationalmannschaft nominiert. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt die Entscheidung für Karl.
Jonas Urbig steht zum ersten Mal im DFB-Kader. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt die Nominierung des Bayern-Keepers vor allem mit dessen Leistung – nennt aber auch andere Gründe.

Jonas Urbig ist zum ersten Mal für die deutsche Nationalmannschaft nominiert worden. Der junge Torwart vom FC Bayern wird bei den Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana im Kader stehen und darf auf sein Debüt im DFB-Dress hoffen.

Bei der Kaderbekanntgabe am Donnerstag geriet Bundestrainer Julian Nagelsmann ins Schwärmen, als er Urbigs Berufung begründete. „Er hat für sein Alter eine extrem gute psychische Stabilität bewiesen. Kam in vielen Spielen rein und hat sofort performt“, erklärte der 38-Jährige.

„Wenn du als Torwart in jedem Spiel zehn Bälle halten musst, hast du schon oft einen ganz guten Rhythmus. Bei ihm ist es dann oft so gewesen: Er kam rein in einer totalen Dominanz und hat ein, zwei Aktionen aus der kalten Hose, die er extrem gut bewältigt“, lobte Nagelsmann. Urbig sei „ein sehr, sehr guter Fußballer“.

Urbig als Teil einer starken Bayern-Achse

In der laufenden Saison war der 22-Jährige beim FC Bayern bereits mehrfach im laufenden Spiel für Stammkeeper Manuel Neuer eingewechselt worden und bewältigte seine Aufgaben souverän. Bis dato stand Urbig 13-mal in dieser Spielzeit zwischen den Pfosten des Rekordmeisters, zuletzt im Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo. Doch nicht nur seine Leistungen haben den Ex-Kölner nun erstmals in die DFB-Elf befördert.

„Er hat natürlich eine super Verbindung zu vielen Spielern. Er kennt viele aus der U-Nationalmannschaft, er kennt diesen großen Bayern-Block, was sehr viel Wert für uns bringt, weil sie einfach eine gute Verbindung zueinander haben“, sagte Nagelsmann. Neben Urbig stehen sechs weitere Bayern-Spieler im DFB-Kader.

Nagelsmann: Urbig hat „eine große Perspektive“

Der junge Torhüter habe „einfach extrem Bock auf Training“, meinte Nagelsmann weiter. Für Urbigs Berufung würden viele Punkte sprechen, unter anderem „eine große Perspektive, wenn alles so weiter verläuft“.

Durch Gespräche mit Bayern-Coach Vincent Kompany wisse Nagelsmann, welchen großen Wert Urbig auch im täglichen Vereinsleben habe – das könne er nun auch im Deutschland-Trikot beweisen.

Während Urbig nominiert wurde, blieb für Finn Dahmen und Noah Atubolu kein Platz übrig im DFB-Kader. Doch der Bundestrainer nahm etwaiger Kritik an der Torwart-Debatte sofort den Wind aus den Segeln. Auch Dahmen und Atubolu würden alles gut machen: „Die Torwart-Thematik ist maximal entspannt. Selbst wenn da drei ausfallen, haben wir noch drei Top-Torhüter dabei. Also da brauchen wir uns keine Sorgen machen.“