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Europa League: Wirbel um Hummels‘ Rote Karte - Gräfe reagiert

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Wirbel um Hummels‘ Rote Karte

Mats Hummels kassiert in der Europa League einen umstrittenen Platzverweis und die Roma scheidet aus. Manuel Gräfe kann die Entscheidung des Schiedsrichters nicht nachvollziehen.
Nach einem holprigen Start hat sich Mats Hummels bei der AS Rom etabliert. Jetzt kommen vermehrt Gerüchte auf, der 36-Jährige könnte vor einer Rückkehr in die Bundesliga stehen.
Mats Hummels kassiert in der Europa League einen umstrittenen Platzverweis und die Roma scheidet aus. Manuel Gräfe kann die Entscheidung des Schiedsrichters nicht nachvollziehen.

Hätte Mats Hummels nicht vom Platz fliegen dürfen? Roms deutscher Abwehr-Boss sah beim 1:3 gegen Athletic Bilbao in der Europa League die Rote Karte (11.) - was der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe keineswegs nachvollziehen konnte.

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Die Szene begann mit einem katastrophalen Fehlpass von Hummels, nach welchem Bilbaos Stürmer Maroan Sannadi freie Bahn in Richtung Roma-Tor hatte. Weil Hummels ihn wohl nicht mehr einholen hätte können, setze der 36-Jährige zur Grätsche an und brachte seinen Gegenspieler etwa 45 Meter vor dem eigenen Tor zu Fall. Da er aber der knapp letzte Mann war, schickte ihn Schiedsrichter Clément Turpin mit glatt Rot vom Feld.

Rote Karte für Hummels: „Falsche Entscheidung“

Zu Unrecht, wie Gräfe befand: Die Rote Karte von Hummels - der von der italienischen Presse harsch kritisiert wurde - sei die „falsche Entscheidung“, schrieb Gräfe in einem Post auf X.

„Erstens ist es selten, 45 Meter vor dem Tor eine Rote Karte für DOGSO (Englischer Fachbegriff: eine klare Torchance verhindern, Anm. d. Red.) zu bekommen: Warum? Weil in 99 Prozent der Fälle ein anderer Spieler noch eingreifen kann - auch in dieser Situation", setzte Gräfe an. Tatsächlich sah es so aus, als hätte Abwehrkollege Gianluca Mancini die Situation womöglich noch entschärfen können.

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Mancini sah das ebenfalls so und empfand die Entscheidung auf Rot deswegen als „zu hart. Ich war in der Nähe. Ich glaube nicht, dass er der letzte Mann war. Gelb wäre gerechter gewesen“.

Gräfe erkennt kein Foulspiel

„Selbst bei einem Foulspiel wäre es keine Rote Karte, weil der Ball sich in Richtung Seitenlinie bewegt, wo ein anderer Verteidiger in der Lage ist, den Stürmer zu stoppen. Aber es ist kein Foulspiel. Hummels hat den Ball klar gespielt und der Stürmer hat ein Foulspiel simuliert“, führte Gräfe außerdem an.

„Er ist kurz vor dem Kontakt mit dem rechten Bein abgetaucht und gleichzeitig mit dem linken Bein gesprungen. Ein Weiterspielen wäre korrekt gewesen, es ist sogar eher eine Gelbe für Simulation, als Rot für Hummels - eine schlechte Entscheidung des Schiedsrichters“, wurde der Schiedsrichterexperte abschließend deutlich.

Roma-Coach Claudio Ranieri hingegen, hielt die Rote Karte für berechtigt. „Die Aktion von Hummels ist für mich eine klare Rote Karte. Es war berechtigt. Er hätte den Ball nach links schießen müssen, aber so ein Fehler kann auch einem großen Champion passieren“, sagte Ranieri im Anschluss der Partie bei Sky Sports.

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Hummels entschuldigt sich nach Platzverweis

Der ehemalige Dortmunder selbst entschuldigte sich im Nachhinein für die Aktion. „Ich möchte mich bei unseren Fans und meinen Teamkollegen entschuldigen. Ich habe heute alle mit einem Fehler im Stich gelassen“, schrieb der 36-Jährige rund eine Stunde nach Abpfiff auf Instagram.

Der Platzverweis sei „einfach dumm und schrecklich“, er habe „dem Verein den Traum vom Sieg der Europa League gekostet. Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll. Ich bin genauso enttäuscht wie ihr alle.“