Fragt man José Mourinho, hat das Ausscheiden seiner Mannschaft in der Europa League zwei Gründe. Nach Fenerbahces Niederlage gegen die Glasgow Rangers im Elfmeterschießen (2:3) findet der 62-Jährige deutliche Worte.
Mourinho wittert Verschwörung
„Der Referee und der VAR haben entschieden, dass wir ins Elfmeterschießen mussten. Es hätte in den 120 Minuten drei Strafstöße geben müssen“, ärgerte sich der Portugiese nach dem Spiel bei TNT Sports.
Seine Mannschaft wäre an diesem Abend in Glasgow „bei Weitem die bessere Mannschaft“ gewesen. „Nicht nur ein bisschen, sondern bei Weitem“, hob er nochmals hervor. Durch eine 2:0-Führung hatte Fener die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel egalisiert.
„Seit diesem Finale sind uns viele Dinge passiert“
Da in der Verlängerung weitere Tore ausblieben, fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen, bei dem gleich drei Fener-Stars verschossen. Die Türken schieden dadurch im Achtelfinale aus.
Mourinho witterte im Anschluss eine Verschwörung und spielte auf seine Sperre nach dem Europa-League-Finale von 2023 an. „Seit diesem Finale, seit meiner Suspendierung, sind uns viele Dinge passiert“, deutete Mourinho an.
Damals hatte der Portugiese, der zu diesem Zeitpunkt die AS Rom trainierte, den Schiedsrichter als „Schande“ bezeichnet und war in der Folge für vier Partien gesperrt worden. Die Roma verlor das Endspiel im Elfmeterschießen gegen Sevilla.
„Er hat nicht mal einen von drei Elfmetern gesehen“
Der Video-Schiedsrichter habe „nicht mal einen von drei Elfmetern gesehen. Ich hoffe nur, dass es Zufall ist“, sagte Mourinho am Donnerstag.
Zudem bezeichnete er den norwegischen Schiedsrichter, Espen Eskas, als „arrogant“.
Der Portugiese fühlt sich in dieser Saison ungerecht behandelt: „Wir haben nicht Champions League gespielt wegen eines Elfmeters in der 120. Minute gegen Lille, wir haben nicht gegen Manchester United gewonnen wegen eines Elfmeters, den alle gesehen haben“, führte Mourinho weiter aus.