Am Donnerstagabend sagten Corentin Tolissos Tränen mehr aus, als es seine Worte hätten tun können. Der große Traum des ehemaligen Bayern-Stars, mit seinem Herzensklub Olympique Lyon einen bedeutsamen Titel zu gewinnen, ist erneut in weite Ferne gerückt.
"Eine Albtraumnacht nach der anderen": Tränen bei Ex-Bayern-Star
Lyon erlebt „Albtraumnacht“
Nach einem Remis im Hinspiel des Achtelfinals in der Europa League (1:1) unterlag Lyon Celta Vigo im Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 0:2. Die Rote Karte des ehemaligen Mainzers Moussa Niakhaté (19. Minute) hatte die verdiente Niederlage vor den eigenen Fans eingeleitet.
„Eine Albtraumnacht nach der anderen“ titelte die französische Sportzeitung L’Équipe nach der Niederlage und spielte damit auf die vorhergegangene Saison an. Damals war Lyon im Viertelfinale des Wettbewerbs nach einem dramatischen 4:5 in der Verlängerung gegen Manchester United ausgeschieden. „Die herbe Niederlage gegen Celta Vigo dürfte ähnliche Gefühle ausgelöst haben.“
Tolisso: „Das ist mein Lebensziel“
„Wie beim Spiel gegen Manchester United verlor Lyon einen Schlüsselspieler durch eine Rote Karte“, merkte die Zeitung an.
Vergangene Saison war Tolisso kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit mit der Ampelkarte vom Feld gestellt worden. Für den ehemaligen Bayern-Star ist das erneute Ausscheiden besonders bitter, schließlich ist ein Titel mit OL seine große Motivation.
„Seit ich hier angefangen habe, möchte ich mit meinem Lieblingsverein einen Titel gewinnen. Das ist mein Lebensziel“, hatte er im Sommer 2024 erklärt. Durch das Ausscheiden in der Europa League ist der Titeltraum in diesem Jahr allerdings gestorben.
In der Liga liegt OL zehn Punkte hinter PSG auf Rang vier und kämpft um die Champions League. Und im Pokal schieden Les Gones Anfang des Monats im Elfmeterschießen aus.
„Man musste nur die Tränen von Corentin Tolisso sehen“
Verständlich also, dass die Hoffnungen dieser Saison auf dem internationalen Wettbewerb ruhten.
„Man musste nur die Tränen von Corentin Tolisso am Ende des Spiels sehen, um zu verstehen, wie sehr OL auf diese Europa League gesetzt hatte“, schrieb der französische Sender RMC Sport in seinem Online-Portal. „Mit dem Blick auf die Tribünen gerichtet wirkte der Kapitän beim Schlusspfiff sichtlich bewegt.“
Die Top-Platzierung in der Ligaphase der Europa League ist für die Lyonnais damit nichts mehr wert. Trotz Platz eins ist die Reise bereits im ersten K.o.-Duell mit dem spanischen Underdog zu einem vorzeitigen Ende gekommen.
Bei Tolisso, der noch bis 2027 unter Vertrag steht, stimmen immerhin die individuellen Leistungen. Der 31-Jährige überzeugt wie schon in der vergangenen Spielzeit und rangiert bis dato bei elf Toren in dieser Saison.
Ziemlich sicher würde er sie alle eintauschen, um mit seinem Herzensklub erneut die Chance auf einen bedeutenden Titel zu haben.