Europa League>

"Ein Akt erstaunlicher Großzügigkeit": Eigentor-GAU in Porto

Eigentor-GAU lässt Europa staunen

Dem FC Porto unterläuft nach früher Führung ein kurioses Eigentor in der Europa League. Die Presse steht kopf.
Martim Fernandes ist der bisherige Pechvogel des Abends
Martim Fernandes ist der bisherige Pechvogel des Abends
© IMAGO/NurPhoto
Dem FC Porto unterläuft nach früher Führung ein kurioses Eigentor in der Europa League. Die Presse steht kopf.

„Oh mein Gott! Was ist hier gerade passiert?“, schreib selbst die eigentlich eher nüchterne BBC. Der Auslöser für die ungewöhnliche Ausdrucksweise war eine wahnsinnige Szene aus der Partie des FC Porto gegen Nottingham Forest (1:1) im Viertelfinale der Europa League.

Die Portugiesen kamen am Donnerstagabend gut in die Partie, erspielten sich früh einige Chancen und erzielten durch William Gomes (11.) schließlich auch das 1:0. Über die Führung durfte sich Porto jedoch nur wenige Augenblicke freuen. Der Ausgleich in der 13. Minute hätte sich dabei kaum kurioser ereignen können.

Eigentlich standen die Verteidiger der Portugiesen im eigenen Aufbauspiel kaum unter Druck und so wanderte der Ball gemächlich von der linken Defensivseite bis zu Rechtsverteidiger Martim Fernandes, der einen vermeintlich belanglosen Rückpass spielte.

Das kurioseste Tor der Europa-League-Saison?

Das Problem? Torhüter Diogo Costa befand sich außerhalb des Strafraums und war nicht bereit, den Ball auch in Empfang zu nehmen. Die Folge? Die scharf gespielte Rückgabe rollte aus schätzungsweise 45 Metern zielstrebig ins eigene Netz.

„Das ist mit Sicherheit das kurioseste Tor dieser Europa-League-Saison“, schrieb die portugiesische Sportzeitung A Bola und auch Record vermeldete: „Das ist einer für die Highlights – was für ein Nackenschlag!“

Ähnliche Fassungslosigkeit machte sich auch in England breit. „Was hat sich Fernandes nur dabei gedacht?!“, fragte man sich bei The Telegraph. Weiter hieß es dort: „Nach dem katastrophalen Start profitiert Forest von einem Akt erstaunlicher Großzügigkeit.“

Für Fernandes wurde der Abend jedoch schnell doppelt bitter. Wenige Minuten später wurde der Pechvogel von seinem Gegenspieler abgeräumt und verletzte sich offenbar am Sprunggelenk. Schon nach 19 Minuten war der Abend des 20-Jährigen beendet.