Der Anfang Dezember neu gegründete Ligaverband der Frauen-Bundesliga und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben sich im Streit um eine mögliche Zusammenarbeit offenbar angenähert. „Wir haben gute Gespräche geführt und haben in einigen Punkten Klarheit miteinander geschaffen - ich betone miteinander“, berichtete Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt/Main: „Diesen Pfad werden wir jetzt weiter fortschreiten.“
FBL und DFB nähern sich an: "In einigen Punkten Klarheit"
FBL und DFB nähern sich an
Am Morgen vor der Veranstaltung am Montag habe es „einen guten Austausch“ gegeben, sagte Dreesen: „Von uns das Präsidium des neuen FBL e.V. zusammen mit der Verhandlungsgruppe und auf der anderen Seite der DFB mit Bernd Neuendorf an der Spitze.“ Bei der FBL-Mitgliederversammlung am 5. Februar müssten sie nun aber „auch unsere Mitglieder abholen für den weiteren Weg mit dem DFB“.
Bei den Verhandlungen geht es um das Herzstück der geplanten Neu-Organisation, einer GmbH als Joint Venture, die dringend nötige Weichen stellen und eine deutlich bessere Vermarktung erzielen soll. Um die Professionalisierung des deutschen Frauenfußballs voranzutreiben, hatten die 14 Bundesliga-Vereine Ende 2025 ihren Ligaverband gegründet - anders als ursprünglich geplant im Alleingang und nicht auf dem DFB-Campus.
Ein Grund für das Zerwürfnis sei „das Infragestellen der verhandelten Eckpunkte“ gewesen, hatte Dreesen seinerzeit erklärt: „Um nicht weiter Zeit zu verlieren, haben wir daher einstimmig beschlossen, bereits im Dezember den Gründungsakt zum FBL e.V. als Verband der Bundesligisten zu vollziehen – ohne den DFB.“