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Kampfansage an den DFB: Frauen-Bundesliga vor Mega-Investitionen

Liga mit Kampfansage an den DFB

In den kommenden Jahren soll massiv in der Frauen-Bundesliga investiert werden. Der neue Ligaverband FBL ist dabei federführend.
FBL-Präsidentin Katharina Kiel blickt nach vorne
FBL-Präsidentin Katharina Kiel blickt nach vorne
© picture alliance / HMB Media/SID/Hendrik Hamelau
In den kommenden Jahren soll massiv in der Frauen-Bundesliga investiert werden. Der neue Ligaverband FBL ist dabei federführend.

Die Frauen-Bundesliga will nach den geplatzten Verhandlungen mit dem DFB mit massiven Investitionen die Weichen in Richtung Zukunft stellen. „Wir werden sehr wahrscheinlich zwischen 700 und 800 Millionen Euro in den nächsten acht Jahren investieren“, sagte Katharina Kiel, Präsidentin des neu gegründeten Ligaverbandes FBL, dem kicker und fügte an: „Was der DFB investieren wollte, steht in einer sehr großen Differenz dazu.“

Konkret habe der DFB „für die 1. Liga ehrlicherweise nur rund 60 Millionen Euro“ vorgesehen gehabt, so Kiel, „weil noch Zuwendungen für die 2. Liga, Schiedsrichterwesen und andere Kosten, die nicht direkt auf unsere Weiterentwicklung eingezahlt hätten, inbegriffen waren. Pro Jahr wäre bei einem Verein eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich angekommen: „Das wäre kein bedeutender Hebel gewesen.“

FBL plant Liga-Start 2027/28

Im Februar hatte der Ligaverband die gemeinsame Gründung eines Joint Ventures mit dem DFB. abgelehnt. Den Spielbetrieb organisieren kann die FBL wohl zur Saison 2027/28. Der Blick gehe dabei auch immer nach England. „Wie im Männerfußball sind die Millionen und Milliarden der dortigen Investoren zwar nicht nachhaltig, verzerren aber den Wettbewerb. Ich bin überzeugt davon, dass wir darauf eine Antwort finden werden“, sagte Kiel.

Die Women’s Super League sei Vorbild und Warnung zugleich. In England habe es „mehr Mut bei der Umsetzung bestimmter Themen“ gegeben, sagte Kiel: „Vom Aufbau der WSL können wir uns einiges abschauen. Aber England schaut auch gerade mit Spannung auf uns, weil sie durch das viele Geld große Abhängigkeiten geschaffen haben. Gewisse Zeitfenster dürfen zum Beispiel nicht mit Frauenspielen besetzt werden. Wir wollen da Eigenständigkeit bewahren.“

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