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Comeback? Das ist der Stand bei Bayern-Pechvogel Oberdorf

Das ist der Stand bei Bayerns Pechvogel

Die teuerste deutsche Spielerin arbeitet weiter am Comeback. Im Gespräch mit SPORT1 zeigt sich Lena Oberdorf zuversichtlich. Außerdem erklärt sie die Stärke des Teams anhand eines Vergleichs mit Michael Olise.
Lena Oberdorf spricht im exklusiven SPORT1-Interview im Rahmen des "Wings for Life World Run" über ihre körperliche Verfassung und darüber, was die Herren- und Damenmannschaft des FC Bayern München so erfolgreich macht.
Jakob Lüers, Madita Jehle, Conrad Fröhlich
Die teuerste deutsche Spielerin arbeitet weiter am Comeback. Im Gespräch mit SPORT1 zeigt sich Lena Oberdorf zuversichtlich. Außerdem erklärt sie die Stärke des Teams anhand eines Vergleichs mit Michael Olise.

Dass Lena Oberdorf nicht aktiv am Wings-for-Life-Lauf teilnehmen konnte, lag auf der Hand. Schließlich muss sich die Mittelfeldspielerin des FC Bayern immer noch mit den Folgen eines Kreuzbandrisses beschäftigen. Mitte Oktober riss sie sich das Kreuzband im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln.

Es ist bereits der zweite Kreuzbandriss für die Spielerin, die 2024 für 450.000 Euro vom VfL Wolfsburg zum FC Bayern wechselte und sich dadurch zur teuersten deutschen Spielerin machte. Nur 16 Partien konnte die Mittelfeldstrategin bislang für die Bayern absolvieren. Im Gespräch mit SPORT1 im Zuge des Wohltätigkeitslaufs verriet Oberdorf aber, dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis diese Zahl deutlich anwächst.

FC Bayern: So läuft es bei Lena Oberdorf

„Es läuft echt extrem gut. Das Knie fühlt sich gut an, macht keine Probleme bislang. Deswegen kann ich mit der Integration in die erste Mannschaft zur nächsten Saison anfangen“, gab sich die deutsche Nationalspielerin zuversichtlich. Demnach will Oberdorf „dann bei den ersten Spielen auch schon wieder die eine oder andere Minute kriegen“.

Meistens von der Tribüne aus beobachtete die 24-Jährige, wie ihre Teamkolleginnen eine fast perfekte Saison spielten. Mit haushohem Vorsprung tütete die Mannschaft von José Barcala ungeschlagen die deutsche Meisterschaft ein und gewann durch einen 4:0-Kantersieg im Finale gegen den VfL Wolfsburg den DFB-Pokal.

Der einzige Wermutstropfen einer fast makellosen Saison ist das Ausscheiden im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona (3:5 nach Hin- und Rückspiel).

Oberdorf zieht Vergleich zu den Bayern-Männern

„Ich glaube, dass wir eine eingespielte Mannschaft haben, die über einen gewissen Zeitraum zusammengespielt hat“, beschrieb Oberdorf eine Stärke der Münchnerinnen. Um dieses „gute Fundament“ auszubauen, müsse man „in den Details weiterarbeiten“.

Dabei drängt sich natürlich der Vergleich zu den Bayern-Männern auf. Das Team von Vincent Kompany dominierte die Liga mit den FCB-Frauen geradezu im Gleichschritt.

„Ich muss sagen, dass Kompany die Jungs gecatcht hat, genau wie José uns gecatcht hat. Der hat ihnen die Freiheit gegeben, die Offensivqualität einfach auszuleben“, analysierte Oberdorf: „Wenn ich mir Olise angucke: Der macht einfach, was er will. Der hat die Freiheit, der kann frei aufspielen.“

Tormaschine FC Bayern

Beide Offensivreihen eint die enorme Treffsicherheit. Die Männer erzielten 3,6 Treffer im Schnitt pro Spiel, die Frauen 3,5 Tore.

Nicht überraschend für Oberdorf: „Wir haben die Offensivreihe, die einfach Spaß hat, zu kombinieren, Tore zu schießen, aber genauso geil darauf ist, den Ball zu verteidigen. Das ist das, was uns am meisten ausmacht und wo die Gleichheit ist.“

Das soll in der kommenden Saison nahtlos fortgesetzt werden – mit Oberdorf, die im Mittelfeld die Fäden zieht.