Er war fast eineinhalb Jahrzehnte im deutschen Profifußball aktiv, ist inzwischen auch als TV-Experte und Kommentator bekannt – und steht mit bald 39 Jahren immer noch auf dem Platz.
"Da bleibt die Familie auf der Strecke, das ist es mir jetzt auf keinen Fall wert"
Harnik will noch kein Coach sein
Für Martin Harnik bestimmt der Fußball nach wie vor das berufliche Leben – und wie er im Gespräch mit SPORT1 berichtet, ist seine Passion für den Sport in den vergangenen Jahren eher noch größer geworden.
Martin Harnik: „Ich brenne noch unglaublich“
„Die Leidenschaft ist ungebrochen, ich brenne noch unglaublich für diesen Sport“, berichtete Harnik am Sonntag während der Übertragung der Icon League: „Nach dem Ende meiner Profi-Karriere habe ich sogar gemerkt, wie es Jahr für Jahr wieder mehr geworden ist.“
Harnik führt in der Icon League zusammen mit Laura Wontorra die Wontorriors und geht parallel dazu immer noch selbst auf Torejagd – bei der TuS Dassendorf in der Oberliga Hamburg. Beide Engagements geben dem gebürtigen Hansestädter „unfassbar viel“, wie er im Gespräch mit Kommentator Steffen Bohleber berichtete.
Ob er künftig auch eine Trainerlaufbahn einschlagen will? Harnik ist zwiegespalten: „Ich würde mal sagen: Fußballverstand bringe ich mit, den habe ich mir in den vergangenen Jahren sehr gut angeeignet.“ Auch seine Freude am Thema Menschenführung („das Allerwichtigste“) sei groß.
„Ich kann mir eine Trainerlaufbahn irgendwann vorstellen“, sagt der langjährige Bundesliga-Profi: „Aber ich bin derzeit auch noch ein junger Familienvater und ich weiß, wie viele Opfer das Business verlangt, wenn man es wirklich nach oben schaffen will – schon im höheren Jugendfußball, im Profifußball erst recht. Da bleibt die Familie auf der Strecke, das ist es mir im Moment auf keinen Fall wert.“