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Traditionsklub verzichtet auf Aufstieg in 3. Liga!

Möglicher Aufstieg? Haching sagt Nein

Die SpVgg Unterhaching verzichtet auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga - obwohl die sportliche Ausgangslage vor dem Saisonfinale in der Regionalliga Bayern durchaus vielversprechend ist.
Manfred Schwabl und die Hachinger würden wohl auf einen Aufstieg verzichten
Manfred Schwabl und die Hachinger würden wohl auf einen Aufstieg verzichten
© IMAGO/Beautiful Sports
Die SpVgg Unterhaching verzichtet auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga - obwohl die sportliche Ausgangslage vor dem Saisonfinale in der Regionalliga Bayern durchaus vielversprechend ist.

Der Regionalligist SpVgg Unterhaching verzichtet trotz guter sportlicher Ausgangslage freiwillig auf die Teilnahme an einer möglichen Relegation für die 3. Liga, falls dieser Fall eintreten würde.

„Wir müssen realistisch sein und feststellen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Wiederaufstieg nicht gegeben sind. Für die Mannschaft, das Trainerteam und unsere Fans ist das nach der starken Leistung in dieser Saison natürlich eine Enttäuschung“, wird Präsident Manfred Schwabl in einer Mitteilung des Klubs zitiert.

Schwabl betonte aber, dass dies erstmal nur für diese Saison gelten soll: „Die Perspektive auf einen Aufstieg in Liga 3 in den nächsten Jahren werden wir aber nicht aus den Augen verlieren.“

In dem Statement der Hachinger heißt es, dass „diese Entscheidung auch aus Sicht des Aufsichtsrates unumgänglich war, denn die wirtschaftliche Stabilität ist die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft.“

Unterhaching: Bessere Talententwicklung bei Verzicht auf Aufstieg?

Der kicker berichtete zudem, dass weniger die beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu hinterlegende Bürgschaft in Millionenhöhe ausschlaggebend sei, sondern vielmehr die Einschätzung, dass der aktuelle Kader in der 3. Liga kaum konkurrenzfähig wäre.

Für den Sprung in den Profifußball müssten wohl mehrere erfahrene Spieler verpflichtet werden, was der Verein finanziell kaum stemmen könne.

Sportlich hatte sich Unterhaching – das erst in der vergangenen Saison aus der 3. Liga abgestiegen war – zuletzt mit einem Last-Minute-Sieg bei der SpVgg Bayreuth weiter in eine aussichtsreiche Position im Aufstiegsrennen gebracht.

Hachings Verzicht hat auch Auswirkungen auf das Aufstiegsrennen: Drei Teams kämpfen noch um den ersten Platz, der für den Showdown mit dem Meister der Regionalliga Nordost berechtigt – für den Aufstieg kommt aber nun nur noch eine Mannschaft infrage.

Weg frei für die Würzburger Kickers

Die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg führt die Tabelle mit 69 Punkten an, hat aber bereits im Februar seinen Verzicht auf den Drittliga-Aufstieg erklärt. Nun zog sich auch der Tabellenzweite Unterhaching (67) aus dem Aufstiegskampf zurück. Damit ist der Weg die Würzburger Kickers (66) auf Platz drei frei.

Allerdings müssen sich die Unterfranken noch in den Aufstiegsplayoffs gegen den Meister der Regionalliga Nordost durchsetzen. Aktuell wäre dies der 1. FC Lok Leipzig.