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"Billiger Zirkus" Polen fühlt sich nach WM-Aus betrogen!

Polen tobt: „Wir wurden betrogen“

Polen verpasst dramatisch die WM: Die heimischen Experten schießen sich auf den Schiedsrichter ein.
Polen regt sich nach dem WM-Aus über Referee Slavko Vincic auf
Polen regt sich nach dem WM-Aus über Referee Slavko Vincic auf
© IMAGO/Newspix
Polen verpasst dramatisch die WM: Die heimischen Experten schießen sich auf den Schiedsrichter ein.

Der Traum von der nächsten WM-Teilnahme ist für Polen am Dienstagabend dramatisch geplatzt. Nach dem 2:3 gegen Schweden im Qualifikations-Endspiel regt sich im Land großer Ärger gegen den slowenischen Schiedsrichter. Gleich mehrere Experten fällen ein deutliches Urteil.

In der Tat stand der Unparteiische Slavko Vincic in Solna vor den 50.000 Fans in Schweden nahezu bei jeder spielentscheidenden Situation im Fokus – und traf aus Sicht des Verlierers die falschen Entscheidungen. Das Portal Sport.pl titelte sogar: „Wir wurden betrogen.“

Polen fühlt sich um WM betrogen

Wie es zu der brisanten Schlagzeile kam?

Los ging es kurz vor der Pause. Schweden bekam einen Freistoß und in der Folge netzte Gustaf Lagerbielke zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Skandinavier ein. Ex-Referee Michal Listkiewicz wetterte bei Sport.pl: „Der Schwede hat einfach nur geschwindelt, um ein Foul zu provozieren. Der Schiedsrichter hat viele viel offensichtlichere Spielsituationen laufen lassen, und hier hat er wegen so einer Kleinigkeit gepfiffen. Er war total unbeständig.“

Doch damit nicht genug. Vor dem Treffer sahen die Experten zudem ein Foul an Robert Lewandowski, der nach der Partie seinen Abschied aus der Nationalmannschaft andeutete.

Rafal Rostkowski, ebenfalls ehemaliger Referee, kommentierte das Tor bei TVP: „Zum Zeitpunkt der Flanke nach dem Freistoß stand Gabriel Gudmunsson im Abseits. Als der Ball in Richtung Strafraum und Tor flog, lief Gudmunsson auf Lewandowski zu und blockierte ihn. Der Schwede hatte einen sehr deutlichen Einfluss auf die Möglichkeit von Lewandowski, den Ball zu spielen.“

„Billiger Zirkus!“: Polen wütet wegen Vincic

Die größte Kontroverse unter den polnischen Spielern, Fans und Experten löste aber eine Situation zu Beginn der zweiten Hälfte aus. In der 48. Minute stürzte der Kölner Jakub Kaminski im schwedischen Strafraum nach einem Zweikampf zu Boden. Auf den Wiederholungen war zu sehen, dass der Gegner den Polen am Bein getroffen hatte, doch Vincic sprach in Absprache mit den deutschen VAR-Schiris Christian Dingert und Robert Schroeder keinen Elfmeter aus.

Listkiewicz betitelte es als klaren Fehler. „Wir hätten einen Elfmeter verdient gehabt. Es gab einen Tritt gegen das Bein, es gab Kontakt. Weder der Hauptschiedsrichter noch der VAR hatten Recht.“

Sein Schiri-Kollege Rostkowski holte deshalb bei X später zur großen Schelte aus. „Eine Schiedsrichterkatastrophe. Die Leistung der Schiedsrichter aus Slowenien und des VAR-Teams aus Deutschland hat das WM-Relegationsspiel in einen billigen Zirkus verwandelt. Der Spielverlauf, das Ergebnis und die Entscheidung über den Aufstieg wurden verfälscht.“

Mit Tomasz Klos (53 Jahre) mischte sich bei sportowefakty auch ein ehemaliger Nationalspieler in die Diskussion ein – mit einer brisanten Vermutung: „Vielleicht spielte hier der Heimvorteil der Schweden eine Rolle, oft lassen sich Schiedsrichter davon sehr beeinflussen.“

Das Portal Onet fand deshalb: „Der slowenische Schiedsrichter war zweifellos die schwächste Figur.“ Jedoch wurden alle Szenen vom VAR geprüft und nach Absprachen kam Vincic zu seinen Entscheidungen.