WM-Qualifikation>

Rücktritte nach Italiens Desaster

Auch Legende Buffon tritt zurück

Nach der verpassten Teilnahme an der Fußball-WM tritt nach Verbandspräsident Gabriele Gravina auch Delegationsleiter Gianluigi Buffon zurück.
Nach Italiens Debakel und der verpassten WM will Gianluigi Buffon keine überstürzten Entscheidungen treffen. Der Delegationsleiter plant, im Juni zu entscheiden, wie es mit der Squadra Azzurra weitergeht.
Nach der verpassten Teilnahme an der Fußball-WM tritt nach Verbandspräsident Gabriele Gravina auch Delegationsleiter Gianluigi Buffon zurück.

Nächster Rücktritt nach der verpassten WM-Qualifikation! Wie Fußball-Legende Gianluigi Buffon am Donnerstagnachmittag auf Instagram bekanntgab, legt der Weltmeister von 2006 sein Amt als Delegationsleiter der italienischen Nationalmannschaft nieder.

„Eine Minute nach dem Ende des Spiels gegen Bosnien zurückzutreten, war ein dringender Impuls, der aus tiefstem Herzen kam. So spontan wie die Tränen und dieser Schmerz im Herzen, den ich, wie ich weiß, mit euch allen teile“, leitete die Torwart-Ikone ihr Statement ein und verriet, schon am Dienstag seinen Abschied beschlossen zu haben. „Man hat mich gebeten, noch etwas abzuwarten, damit alle die nötigen Überlegungen anstellen können“, schrieb der 48-Jährige weiter.

Buffon wehmütig: „Das ist uns nicht gelungen“

Da wenige Stunden zuvor auch Verbandspräsident Gabriele Gravina seinen Rücktritt öffentlich gemacht hatte, zog nun auch Buffon nach. Er fühle sich „frei, das zu tun, was ich als verantwortungsvollen Schritt empfinde, denn trotz der aufrichtigen Überzeugung, gemeinsam mit Gennaro Gattuso und allen Mitarbeitern in der sehr kurzen Zeit, die der Nationalmannschaft zur Verfügung stand, viel in Bezug auf Teamgeist und Zusammenhalt aufgebaut zu haben, war das Hauptziel, Italien wieder zur Weltmeisterschaft zu führen.
Und das ist uns nicht gelungen.“

Buffon wolle seinem Nachfolger „die Freiheit lassen, die Person auszuwählen, die er für die Besetzung meiner Rolle am besten geeignet hält.“ Der einstige Weltmeister hatte versucht, seine Aufgabe als Delegationsleiter „mit ganzer Kraft zu erfüllen, indem ich alle Bereiche im Blick hatte, um als Bindeglied, als Vermittler und als Motor für Synergien zwischen den verschiedenen Jugendmannschaften zu fungieren.“

Trotz des verfehlten Zieles, die Squadra Azzurra wieder zu einer WM-Endrunde zu führen, sei Buffon „voller Dankbarkeit für das Privileg und die Lektionen, die mir diese intensive Erfahrung – trotz ihres schmerzhaften Ausgangs – hinterlassen hat.“

Buffon agierte seit August 2023 als Teamkoordinator der italienischen Nationalmannschaft.