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Italien-Trainer am Boden zerstört: "Ich entschuldige mich"

Gattuso am Boden zerstört

Gennaro Gattuso nimmt die Verantwortung nach dem WM-Aus seiner Italiener auf sich. Der Ex-Profi ist zwischen Stolz und Trauer hin- und hergerissen.
Italien kämpft im entscheidenden Play-off-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina um das erste WM-Ticket seit zwölf Jahren. Nationaltrainer Gennaro Gattuso warnt vor einem erneuten Scheitern.
Gennaro Gattuso nimmt die Verantwortung nach dem WM-Aus seiner Italiener auf sich. Der Ex-Profi ist zwischen Stolz und Trauer hin- und hergerissen.

Gennaro Gattuso stand im Mittelpunkt eines Abends, der für ihn kaum bitterer hätte enden können. Während um ihn herum das Drama des verlorenen Elfmeterschießens seinen Lauf nahm, blickte der italienische Nationaltrainer fassungslos auf das Geschehen.

In dem Trainer, der sein letztes Spiel an der italienischen Seitenlinie bestritten haben könnte, tobten nach der verpassten WM-Qualifikationen die Emotionen. Zum einen verteidigte er seine Mannschaft leidenschaftlich.

„Die Jungs haben so eine Niederlage nicht verdient, für ihren Einsatz würde ich ihnen die Note 10 geben. Sie haben bis zum Ende gekämpft, und es tut mir leid, dass es so ausgegangen ist“, sagte der Ex-Profi – und zeigte sich gleichzeitig am Boden zerstört.

Italien-Trainer: „Wir waren wie im Schützengraben“

„Ich entschuldige mich heute, ich habe es nicht geschafft. Die Jungs haben eine solche Niederlage nicht verdient. Sie sind gelaufen, sie haben gekämpft. Ich kann ihnen nur danken. Ein solcher Schlag ist schwer zu verdauen, er tut weh. Wir wollten es für uns, für Italien, für den gesamten Sport schaffen.

Gattuso weiter: „Wir waren wie im Schützengraben und haben es immer wieder versucht. So ein Schlag ist schwer zu verkraften. Es fühlt sich ungerecht an, aber so ist der Fußball: Manchmal gibt er dir Freude, manchmal trifft er dich hart. Wir behalten diese Leistung im Gedächtnis, aber es tut weh. Es ist eine Schande!“

Wie es nun für Gattuso weitergeht? Er selbst hatte vor einigen Monaten – wohl im Scherz – erklärt, dass er Italien bei einer verpassten WM-Qualifikation verlassen wolle.

Rückendeckung von Italien-Boss

Davon wollte er im Moment der Niederlage nichts wissen: „Ich übernehme die Verantwortung und entschuldige mich, dass wir es nicht geschafft haben. Meine Zukunft ist jetzt nicht wichtig. Wichtig war, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Dass wir es nicht geschafft haben, tut sehr weh.“

Zumindest eine wichtige Stimme stärkte ihm demonstrativ den Rücken. Verbandspräsident Gabriela Gavano stellte sich hinter seinen Coach: „Ich habe Gennaro gebeten zu bleiben und weiterzumachen“, erklärte er nach dem Spiel.

Italien hatte sein Playoff-Finale gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:5 verloren, die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen. Damit wurde die dritte WM-Teilnahme in Folge verpasst.