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WM-Fiasko: Italien-Legende fordert Rücktritte der Verantwortlichen

Italien-Legende fordert Konsequenzen

Fußball-Legende Alessandro "Spillo" Altobelli sorgt sich um den italienischen Fußball. Der Ex-Weltmeister fordert nach dem erneuten WM-Fiasko Konsequenzen.
Nach dem Aus bei der WM Qualifikation zeigen sich die Fans der Italiener sichtlich enttäuscht und schockiert.
Fußball-Legende Alessandro "Spillo" Altobelli sorgt sich um den italienischen Fußball. Der Ex-Weltmeister fordert nach dem erneuten WM-Fiasko Konsequenzen.

Ex-Weltmeister Alessandro „Spillo“ Altobelli hat große Sorgen um den italienischen Fußball geäußert und dabei auch die Verantwortlichen für das erneute WM-Fiasko in die Pflicht genommen.

„Ich sehe hier viele Fans, die wirklich sehr enttäuscht sind. Aber die größte Enttäuschung ist neben der verpassten Qualifikation, dass viele Fans erwartet haben, dass diejenigen zurücktreten, die Verantwortung tragen“, sagte Altobelli im Gespräch mit SPORT1.

Altobelli: „Wer trägt eigentlich die Schuld?“

Dass die Verantwortlichen um Verbandspräsident Gabriele Gravina, Trainer Gennaro Gattuso oder auch Delegationsleiter Gianluigi Buffon noch im Amt seien und keine Anzeichen eines Rücktritts zu erkennen sind, stößt in Italien sauer auf, erklärte Altobelli.

„Die Menschen verstehen nicht: Nach all den Jahren mit negativen Ergebnissen in der Qualifikation – wer trägt eigentlich die Schuld?“, sagte der 70-Jährige. „Die Fans hätten zumindest eine Antwort verdient, irgendein ein Zeichen. Ich glaube, man hätte den Menschen diese Möglichkeit geben müssen.“

Italien hatte am Dienstagabend mit 1:4 im Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina verloren und die Teilnahme an der Fußball-WM im Sommer verspielt. Nach 2018 und 2022 scheiterte die Squadra Azzurra damit zum dritten Mal in Folge in der Qualifikation für eine Endrunde.

Altobelli sieht „große Schwierigkeiten“ in Italien

Ob ein Impuls aus dem Ausland, möglicherweise auf der Position des Cheftrainers, helfen würde, wisse Altobelli nicht. „Dafür müssten zunächst mal die Verantwortlichen zurücktreten.“

Der frühere Mittelstürmer, der 1982 mit der Squadra Azzurra Weltmeister wurde, befand: „Was die strukturellen Probleme des italienischen Fußballs betrifft, ist klar, dass es große Schwierigkeiten gibt. Man muss am gesamten System arbeiten und es komplett hinterfragen.“