Serge Gnabry hat bestätigt, dass er die anstehende Fußball-WM in Nordamerika verletzungsbedingt verpassen wird. Das teilte der Bayern-Star am Mittwoch auf Instagram mit.
DFB: Gnabry verkündet sein WM-Aus
Gnabry verkündet WM-Aus
„Die letzten Tage waren schwer zu verdauen. Eine Saison beim FC Bayern, in der es nach dem erneuten Gewinn des Bundesliga-Titels am Wochenende noch viel zu spielen gibt“, leitete er sein Statement ein. „Was den WM-Traum mit der deutschen Nationalmannschaft angeht… Der ist für mich leider vorbei. Wie der Rest des Landes werde ich die Jungs von zu Hause aus unterstützen“, schrieb Gnabry.
Seine Nachricht löste allenthalben große Betroffenheit aus, auch wenn damit zuletzt schon gerechnet werden musste. „Erstmal ist es extrem bitter für Serge in dieser Phase nicht mehr dabei sein zu können, weil er eine super Saison spielt“, sagte Bayern-Sportdirektor Christoph Freund bei Sky vor dem DFB-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen.
Er betonte auch die besondere Rolle, die der Offensivspieler beim Rekordmeister einnehme. „Wer Serge kennt und wer weiß, wie er verankert ist in der Kabine, wie er die Menschen verbindet“, der wisse, dass „er einfach ein ganz wichtiger Faktor auch außerhalb des Platzes“ sei, so Freund.
Auch Bayern-Trainer Vincent Kompany hob die integrative Bedeutung von Gnabry hervor. „Er kann uns noch viel unterstützen. Er ist schon wichtig gewesen in dieser Saison. Aber er kann immer weiter wichtig sein als Führungsspieler hinter den Kulissen“, erklärte der Belgier bei Sky. Er könne Gnabrys Schmerz besonders gut nachempfinden, so Kompany weiter: „Ich habe auch wegen Verletzungen eine EM verpasst.“
Saison-Aus für Gnabry
Gnabry hatte sich vor wenigen Tagen im Training einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen. Die Saison ist damit für ihn gelaufen. „Jetzt ist es an der Zeit, mich auf die Genesung zu konzentrieren und mich auf die Saisonvorbereitung vorzubereiten“, schrieb er und bedankte sich für zahlreiche Genesungswünsche.
Besonders bitter: Gnabry wird nach der WM 2018 und der EM 2024 schon zum dritten Mal ein Turnier wegen einer Verletzung verpassen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler machte dem 30-Jährigen allerdings Mut für die Zukunft im DFB-Kader. „Er war ein Garant dafür, dass wir uns qualifizieren konnten. Es geht aber danach weiter, mit einer Europameisterschaft in Großbritannien. Wenn er die Leistungen bestätigt, habe ich keinen Zweifel daran, dass er wieder zurückkommt“, äußerte Völler ebenfalls bei Sky.
Deutschland trifft bei der WM in Nordamerika in der Gruppenphase auf Curacao, die Elfenbeinküste und auf Ecuador.