Die Debatte über die infrage gestellte Teilnahme des Irans an der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko geht weiter und erhält neue Nahrung.
WM 2026: Italiens Traum erhält neue Nahrung
Italiens WM-Traum erhält neue Nahrung
Nun hat ein Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump offenbar vorgeschlagen, das iranische Team beim Turnier im Sommer mit dem in der Qualifikation gescheiterten viermaligen Weltmeister Italien zu ersetzen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Aussagen von Paolo Zampolli.
„Ich kann bestätigen, dass ich Trump und Infantino vorgeschlagen habe, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt“, wird Zampolli zitiert. Er sei italienischer Abstammung. Für ihn sei es „ein Traum“, wenn Italien bei einem Turnier teilnehme, das in den USA ausgetragen werde.
Zampolli betonte zudem: „Mit vier Titeln haben sie die Reputation, die eine Aufnahme rechtfertigt.“ Die Italiener waren im Playoff-Finale an Bosnien-Herzegowina gescheitert.
WM: Hat der Vorschlag politische Hintergründe?
Hinter dem Vorstoß sollen auch politische Motive stehen: Dem Bericht zufolge gibt es Bestrebungen, das zuletzt angespannte Verhältnis zwischen Donald Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu verbessern. Beide hatten sich nach Trumps Attacken auf Papst Leo XIV zuletzt öffentlich kritisiert.
Die Diskussion um Irans WM-Teilnahme war im Zuge des Krieges mit den USA entbrannt. FIFA-Präsident Gianni Infantino stellte jedoch zuletzt klar, dass der Iran „auf jeden Fall“ am Turnier teilnehmen werde.
Auch der iranische Verbandschef Mehdi Taj zeigte sich zuversichtlich, dass der Iran zur WM reisen werde. „Stand jetzt nehmen wir teil“, sagte Taj laut Nachrichtenagentur ISNA. Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani erklärte zudem, die Nationalmannschaft sei „vollständig vorbereitet“ für eine WM-Teilnahme.
Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni und endet am 19. Juli. Der Iran trifft in der Gruppenphase auf Belgien, Neuseeland und Ägypten. Die Spiele sind in Seattle und im Raum Los Angeles angesetzt. Den Wunsch des Irans, die Partien nach Mexiko zu verlegen, hatte die FIFA abgelehnt.