Superstar Kylian Mbappé hat verraten, dass er im Jahr 2021 an einen Rücktritt aus der französischen Fußball-Nationalmannschaft gedacht hatte. Der Stürmer von Real Madrid berichtete von schwerwiegenden Beleidigungen, die in ihm Rücktritts-Gedanken ausgelöst hatten.
Mbappé verrät: "Wollte aus der Nationalmannschaft zurücktreten"
Überraschende Mbappé-Enthüllung
Mbappé hatte bei der Europameisterschaft 2021 den entscheidenden Strafstoß im Elfmeterschießen im Achtelfinale gegen die Schweiz verschossen, weshalb die Équipe Tricolore überraschend früh ausschied. „Ich wollte aus der französischen Nationalmannschaft zurücktreten. Mir wurde klar, dass ich Frankreich ganz oben auf meine Prioritätenliste gesetzt hatte, aber als ich den Elfmeter verschossen hatte, fingen viele Leute an, mich als Affen zu bezeichnen und mich zu beleidigen“, sagte er in der Sendung „The Bridge“ von ESN Media. Mbappé hatte sich gefragt: „Sind das die Menschen, für die ich auf dem Platz kämpfe?“
Mbappé: „Bin von ganz oben gefallen“
Seinen anschließenden Urlaub beschrieb er als den eines „lebenden Toten“. „Ich bin von ganz oben gefallen, denn mein erstes Turnier mit Frankreich war die Weltmeisterschaft 2018, ich habe sie gewonnen, war eine Art Nationalheld, ich war sehr jung. Und beim nächsten Turnier wird dir das direkt ins Gesicht geworfen. Das ist hart“, erzählte er.
Der 27-Jährige hatte nach seinem Urlaub das Gespräch mit Noel Le Graet, dem damaligen Präsidenten des französischen Fußballverbandes, gesucht und ihm mitgeteilt, dass er nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen wolle. Dessen Reaktion stoppte Mbappé auf der Stelle. „Glaubst du wirklich, ich lasse dich aus diesem Büro gehen?“, antwortete Le Graet lachend.
Mbappé blieb also im Team um Nationaltrainer Didier Deschamps und wurde ein Jahr später Vizeweltmeister. Bei der WM im Sommer zählen Mbappé und Co. zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel.