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Causa Neuer: Sammer hat kein Mitleid mit Baumann!

Sammer hat kein Mitleid mit Baumann

Matthias Sammer schaltet sich in die WM-Diskussion um Manuel Neuer und Oliver Baumann ein. Seine unmissverständliche Botschaft: Wer jammert, darf gerne zu Hause bleiben.
Matthias Sammer schaltet sich in die Debatte um Manuel Neuer ein
Matthias Sammer schaltet sich in die Debatte um Manuel Neuer ein
© IMAGO/Sven Simon
Matthias Sammer schaltet sich in die WM-Diskussion um Manuel Neuer und Oliver Baumann ein. Seine unmissverständliche Botschaft: Wer jammert, darf gerne zu Hause bleiben.

Matthias Sammer hält Mitleid für den offenbar degradierten Oliver Baumann für fehl am Platz. Der ehemalige Sportdirektor der deutschen Nationalmannschaft pocht auf den Leistungsgedanken.

„Der Leistungssport ist eben nicht nur Honig, Milch und Schokolade“, erklärte der 58-Jährige bei „Sammer & Basile – Der Hagedorn-Talk“. Er fühle nicht mit Baumann, der beim DFB-Team wegen der bevorstehenden Rückkehr von Manuel Neuer wohl wieder zum Ersatzmann wird.

Die Profis müssten „nicht nur ihr Mäulchen aufmachen – sie werden knallhart dafür bezahlt. Der Beste muss spielen. Es gibt keine andere Prämisse“, befand Sammer.

Sammer über Fall Baumann: „Gleich mit zu Hause lassen“

Der für Klartext bekannte Experte schickte auch gleich noch eine Botschaft an Baumanns Teamkollegen, die mit der späten Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann womöglich nicht einverstanden sein könnten.

„Man kann jetzt wieder sagen: Ja, der Beste – und das muss zur Mannschaft passen und die anderen Mitspieler sind dann möglicherweise traurig. Dann sage ich: Gleich mit zu Hause lassen!“

Sensibilität sei gut und schön, aber „möglicherweise nicht geeignet für den Leistungssport. Dann sollen eben alle, die weinen, mit nach Hause. Das ist möglicherweise ungerecht. Aber wer sagt denn, dass es im Leben immer gerecht zugeht?“

Und bloß weil es ungerecht sei, solle plötzlich die Leistung ausbleiben? „Ich lach‘ mich tot.“

„Neuer ist der beste deutsche Torhüter, den wir haben“

Generell befand Sammer die Entscheidung pro Neuer – offiziell wird der Kader erst am 21. Mai verkündet – für richtig. „Jetzt kann man in aller Härte sagen: Nein, das wollen wir nicht. Aber Entschuldigung: Sind wir bei einer Kaffeefahrt oder im Hochleistungssport? Das Ziel muss sein, den besten Torhüter zum jetzigen Zeitpunkt zu haben. Und Neuer ist der beste deutsche Torhüter, den wir haben.“

Abschließend meinte Sammer noch: „Wenn wir so weit sind, dass eine Personalie der Grund dafür ist, warum wir bei diesem Turnier versagen, dann können wir alle einpacken – inklusive Experten.“

Neuer war im Sommer 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Immer wieder betonten sowohl der Keeper des FC Bayern als auch Nagelsmann seitdem, dass sich daran nichts ändern werde.

Baumann galt als deutsche Nummer eins – bis sich der Bundestrainer umentschied.