Es ist eine Szene, in der man gerne Mäuschen gewesen wäre: Als Nathaniel Brown am Donnerstagmittag von seiner ersten Begegnung mit Manuel Neuer erzählte, funkelten seine Augen regelrecht.
WM: Diesen Nationalspieler beeindruckt Manuel Neuer besonders
Sein Idol ist jetzt sein Mitspieler
„Ich habe gestern Manu das erste Mal kennengelernt. Das ist schon etwas Besonderes, ihn auf einmal zu sehen. Das war ein extrem schöner Moment“, sagte Brown und erzählte davon, wie er die Torwart-Legende bereits bei der WM 2014 verfolgt habe.
Transfermarkt: FC Bayern an Brown interessiert
Doch jetzt, zwölf Jahre später, ist alles anders. Brown spielt mit einem seiner Idole in einer Mannschaft und ist selbst Nationalspieler. Eine Blitzkarriere, denn der 22-Jährige spielte bis vor zwei Jahren noch in der zweiten Liga für den 1. FC Nürnberg.
Seitdem ist viel passiert: Stammkraft bei Eintracht Frankfurt, Nationalspieler, Interesse von Top-Klubs wie dem FC Bayern (SPORT1 berichtete) – auch dort könnte er also demnächst mit Neuer zusammenspielen.
Brown will sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dabei helfe ihm seine Familie, sagt er. Aktuell scheint ihn sowieso eher die Nähe zu Neuer zu beeindrucken – sogar in normalen Alltagssituationen.
„Es war am Essenstisch, da habe ich ihn begrüßt. Beim Physio habe ich ein bisschen mit ihm geredet. Er hat mich gefragt, wie das Training war. Ich habe gesagt: ‚Gut‘. Ich habe ihn gefragt, wie es ihm geht“, berichtet der Eintracht-Profi von seinem ersten Treffen mit der Keeper-Ikone und erzählt weiter: „Es ist schon echt crazy, dass ich auf einmal mit Manu rede.“
Die WM könnte sein Leben verändern
Der Moment scheint für Brown eindrucksvoll gewesen zu sein, dass er sich an weitere Einzelheiten nicht mehr erinnern kann. Als SPORT1 ihn fragte, ob er Neuer womöglich sogar gesiezt habe, sagte er lachend: „Das weiß ich ehrlicherweise gar nicht mehr. Darauf habe ich nicht geachtet.“
Für Brown könnte es derweil nicht nur wegen Neuer eine WM werden, die sein Leben verändert. Bereits jetzt verfügt er über einen Marktwert von 40 Millionen Euro, Tendenz steigend – bei guten Leistungen im Turnier sowieso. Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche wird bereits jetzt nachgesagt, dass er den 22-Jährigen – wenn überhaupt – für deutlich mehr verkaufen will. Gar von 65 Millionen Euro ist die Rede.
Die Bayern müssten also sehr tief in die Tasche greifen, um Brown zu holen. Vielleicht lockt den aber auch vor allem die Aussicht darauf, auch im Klub mit einem seiner Helden zusammenzuspielen. „Herr Neuer“ muss er jedenfalls nicht mehr sagen, für ihn ist es jetzt „der Manu“.