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Ein legendärer Torhüter-Zweikampf als Warnung im Fall Neuer

Ein legendärer Zweikampf als Warnung

Wieder einmal diskutiert Fußball-Deutschland über die T-Frage. Oliver Kahn blickt auf seinen Zweikampf mit Jens Lehmann zurück - und warnt.
Im SPORT1 Doppelpass spricht Torhüterlegende Oliver Kahn über das mögliche DFB-Comeback von Manuel Neuer. Der "Titan" versteht den Zeitpunkt der wohl bevorstehenden Entscheidung um die Rückkehr Neuers nicht.
Wieder einmal diskutiert Fußball-Deutschland über die T-Frage. Oliver Kahn blickt auf seinen Zweikampf mit Jens Lehmann zurück - und warnt.

Wer hütet bei der kommenden Weltmeisterschaft das Tor der Nationalmannschaft? Die Frage, die aktuell wieder heiß diskutiert wird, bewegte Fußball-Deutschland auch schon 2006.

Oliver Kahn stand dabei bekanntlich im Mittelpunkt. Nun hat die Torhüter-Legende im SPORT1 Doppelpass auf die damalige Situation und den Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann zurückgeblickt.

„Torhüter sind es gewohnt, in Konkurrenz zu stehen. Das kann man mal eine gewisse Zeit machen, aber irgendwann sollte man eine Entscheidung treffen“, sagte der ehemalige Torwart.

Kahn im Doppelpass: „Irgendwann zehrt es an einem“

„Sowohl für Jens als auch für mich war es irgendwann kontraproduktiv. Irgendwann zehrt es an einem, es wird alles negativ“, befand Kahn, der letztlich von Jürgen Klinsmann aus dem Tor genommen worden war.

Der „Titan“ stand damals beim FC Bayern unter Vertrag – und erhielt daher auch fortlaufend prominente Unterstützung von Fürsprechern wie Uli Hoeneß. Was aber letztlich sogar kontraproduktiv gewesen sei, erklärte Kahn im Rückblick.

„Die Frage ist halt, ob das klug war“, sagte der 56-Jährige über die Wortmeldungen vom Tegernsee – wo Hoeneß bekanntlich wohnt: „Als Bundestrainer, will ich doch nicht, dass mir die Bundesliga-Vereine ständig erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe.“

Kahn über Neuer und Baumann: Kann ein Torhüter nicht gebrauchen

Derzeit wird über eine Rückkehr von Manuel Neuer in die DFB-Auswahl diskutiert. Sowohl der aktuelle Bayern-Keeper als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann haben sich zur Thematik nicht eindeutig geäußert.

Kahn meinte dazu: „Und das kann man als Torhüter nicht gebrauchen. Irgendwann konnte ich mich damit abfinden, darauf einstellen. Spieler brauchen eine klare Ausgangsposition.“

2006 entschied sich der damalige Bundestrainer Klinsmann für Lehmann. Kahn fand sich mit der Rolle als „Nummer zwei“ ab und fuhr mit zur WM.