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FC Bayern: Was bei Neuer ein Trugschluss ist

Der Irrtum bei Neuer

Die Nominierung von Manuel Neuer für die Weltmeisterschaft teilt Fußball-Deutschland in zwei Lager. Die Befürworter sollten dabei einen Fakt nicht vergessen.
Manuel Neuer kehr für die Weltmeisterschaft zurück ins DFB-Tor und wird als Nummer Eins ins Turnier gehen.
Die Nominierung von Manuel Neuer für die Weltmeisterschaft teilt Fußball-Deutschland in zwei Lager. Die Befürworter sollten dabei einen Fakt nicht vergessen.

Und wieder hat Deutschland mindestens 80 Millionen Bundestrainer. Besonders leidenschaftlich wird über Sinn, Unsinn und Ablauf der Rückkehr von Manuel Neuer diskutiert. Das Pro-Lager – so ist es auf Social Media teilweise zu lesen – glaubt nun tatsächlich, dass die DFB-Elf im Juli den WM-Pokal in den Himmel über East Rutherford strecken wird.

Doch dass sich durch die lebende Torwart-Legende allein alles zum Guten wendet, könnte ein Trugschluss sein. „Manuel Neuer ist nicht Jesus. Er kann auch nicht Wasser zu Wein verwandeln. Ich warne davor, zu glauben, dass jetzt alles gut wird“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.

„Manu, mit dir werden wir Weltmeister!“

Der Insider lässt dabei auch nicht das Argument der unbestrittenen Aura des 40-Jährigen gelten, schließlich müsse es auch drumherum passen. In der Tat: Selbst einer eingespielten und formstarken Mannschaft wie dem FC Bayern konnte Neuer nicht das Finale in der Champions League bescheren – teilweise brachte er den Erfolg sogar in arge Gefahr. Beispiel: Das Rückspiel im Viertelfinale gegen Real Madrid. Im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart am Samstag (20 Uhr im LIVETICKER) wird der Altmeister verletzt ausfallen.

Dass Neuers Comeback im DFB-Team aber teilweise für großer Euphorie sorgt, belegt folgende Szene vom vergangenen Samstag: Als der Torwart rund 50 Minuten verspätet zur internen Meisterfeier der Bayern auf dem Münchner Nockherberg kam, rief ihm ein junger Fan hinterher: „Manu, mit dir werden wir Weltmeister!“

Kumberger erinnert derweil an einen Fakt, den manche Beobachter übersehen oder aktuell übersehen wollen: Auch mit Neuer lief es in der DFB-Elf bei Weltmeisterschaften nicht immer rund.

„Bei ihm denken immer alle an das Achtelfinale 2014 gegen Algerien. Aber man darf nicht vergessen, dass er 2018 und 2022 ebenfalls im Tor stand – damals ist Deutschland jeweils in der Gruppenphase ausgeschieden“, sagte der SPORT1-Chefreporter. Das gehöre auch zur Wahrheit.

Er befürchtet, dass zu optimistische Fans einem Irrtum erliegen und falsche Maßstäbe setzen.

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Die ganze Diskussion, sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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