WM 2026>

Lahm bringt Kimmich-Alternative ins Spiel

Lahm rät zu Umdenken bei Kimmich

Philipp Lahm möchte Kimmich bei der WM als Sechser sehen. Aus mehreren Gründen fordert die Bayern-Legende ein Umdenken in der deutschen Startelf.
Bei der Verleihung des Sepp-Herberger-Awards spricht Philipp Lahm über die Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der WM. Die Entscheidung über Deniz Undav überlässt er Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Conrad Fröhlich
Philipp Lahm möchte Kimmich bei der WM als Sechser sehen. Aus mehreren Gründen fordert die Bayern-Legende ein Umdenken in der deutschen Startelf.

Prominente Wortmeldung in einer Dauer-Debatte: Weltmeister und Bayern-Legende Philipp Lahm hat sich für eine Positionsänderung von Joshua Kimmich bei der Nationalmannschaft ausgesprochen.

Sein einstiger Teamkollege beim FCB soll von der Rechtsverteidiger-Position ins Mittelfeld rücken, findet der 42-Jährige.

„Kimmich spielt im Mittelfeld seit Jahren auf höchstem Niveau… Deswegen würde ich ihn im Mittelfeld aufstellen“, erklärte Lahm im Interview mit der Sport Bild. „Er hat die ganze Saison im Mittelfeld gespielt. Mit Aleksander Pavlovic hat er etliche Spiele gemacht. Bayern ist erst in der Champions League knapp im Halbfinale ausgeschieden.“

Lahm sieht Anton als Rechtsverteidiger

Das Duo Kimmich/Pavlovic bildete einen festen Kern im Zentrum des Bayernspiels. Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht in Kimmich aber primär einen Rechtsverteidiger.

Von dieser Sichtweise rät Lahm ab. Er würde „die Achse mit Neuer, Tah und Kimmich nicht sprengen, indem ich ihn rechts spielen lasse“.

Doch wie würde Lahm die Rechtsverteidiger-Position dann auffüllen? Hier wird der Weltmeister von 2014 kreativ und schlägt eine ähnliche Taktik wie beim letzten großen Titelgewinn der Nationalmannschaft vor: „Wir haben bei der WM 2014 teilweise mit zwei Innenverteidigern auf den Außenverteidiger-Positionen gespielt (z.B. Benedikt Höwedes als Linksverteidiger, Anm. d. Red.). Auch das ist möglich.“

Lahm, der für den DFB 113 Länderspiele absolvierte, brachte Waldemar Anton für die rechte defensive Seite ins Spiel. „Mit Anton, der defensiv ausgerichtet ist, hätte man die Balance zwischen Offensivdrang auf der einen und defensiver Stabilität auf der anderen Seite.“