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WM: Bei diesem Thema holt Joshua Kimmich aus

Bei diesem Thema holt Kimmich aus

Der DFB gibt vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko öffentlich nicht die möglichen Prämien für die Spieler bekannt. Auf einer Pressekonferenz wird Kapitän Joshua Kimmich darauf angesprochen und er kommt in Plauderlaune.
Joshua Kimmich wird auf die möglichen WM-Prämien angesprochen. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft erklärt, wie der Ablauf der Verhandlungen aussieht - und warum der DFB gegenüber den Spielern in einer komfortablen Situation ist.
Der DFB gibt vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko öffentlich nicht die möglichen Prämien für die Spieler bekannt. Auf einer Pressekonferenz wird Kapitän Joshua Kimmich darauf angesprochen und er kommt in Plauderlaune.

Joshua Kimmich wurde am Freitagmittag auf einer Pressekonferenz auf die leistungsorientierten Prämien und Marketingerlöse angesprochen, die jeder Spieler im Kader vom DFB nach der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko erhält. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft holt zu einem ausführlichen Statement aus.

Er begann mit dem Hinweis, dass es Turnierprämien gibt, die von der FIFA an die Verbände ausgezahlt werden, sowie Marketingerlöse, die der DFB ebenfalls von dem Fußball-Weltverband bezieht.

Schwierige Verhandlungsposition für DFB-Stars

„Generell ist es immer sehr schwierig für uns Spieler, das großartig zu verhandeln, weil wir ja keine Alternative haben“, erklärte Kimmich und verwies daraufhin, dass es bei den Vereinen einfacher sei: „Wenn man da nicht zusammenkommt, hat man nochmal eine Alternative. Beim DFB werden wir nicht sagen: ‚Wenn es nicht passt, dann treten wir nicht an‘. Deswegen ist die Verhandlungsbasis des DFB da leider ein bisschen besser.“

In den vergangenen Jahren teilte der DFB transparent mit, wie die leistungsorientierte Prämienausschüttung nach den Weltmeisterschaften war – das ist vor dem anstehenden Turnier aber anders.

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DFB: „Wir werden keine Zahlen nennen“

DFB-Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig sagte Mitte Mai im Rahmen einer Veranstaltung des Heimatvereins „Düsseldorfer Jongens“: „Wir werden keine Zahlen nennen. Ich kann nur so viel sagen: Wenn die Mannschaft Weltmeister wird, dann gibt es mehr als in Katar, weil auch deutlich mehr hereinkommt.“

Wären die Deutschen im Winter 2022 Weltmeister geworden, hätte jeder Spieler 400.000 Euro erhalten. Dazu kam es nicht, denn die Mannschaft des damaligen Bundestrainers Hansi Flick schied bereits in der Gruppenphase aus.

Kimmich: Wir spielen nicht für das Geld

Kimmich sagte zu den Verhandlungen: „Man findet schon immer zusammen und orientiert sich an den letzten Jahren und schaut, was in diesem Jahr los war. Das Turnier ist ja ein bisschen größer und es gibt mehr Teams: Es gibt ein bisschen mehr Prämien seitens der FIFA und man hat das Gefühl, wenn ich mich hier umdrehe (dreht sich in Richtung der Sponsorenwand hinter ihm, Anm. d. Red.), dass es dem DFB auch wieder besser geht, weil ein paar Partner dazugekommen sind und im nächsten Jahr kommt noch ein weiterer großer Partner dazu.“

Der DFB wird dann den Ausrüster wechseln und in Nike-Trikots auflaufen. Seiner Meinung nach ist es wichtig, bei den Prämienverhandlungen „einen guten Mittelweg“ zu finden, weil „wir Spieler spielen ja nicht für das Geld und die Prämien“. Der DFB-Kapitän ergänzte, dass ihnen bewusst sei, dass an so einem Groß-Event viel Geld hänge bzw. viel gezahlt werde.

Kimmich sprach mit den DFB-Bossen

Gleichzeitig stellte Kimmich klar: „Aber es ist nicht so, dass jemand herkommt und fragt: ‚Was gibt es denn, wenn wir ins Achtelfinale oder Viertelfinale kommen oder wenn wir das Ding gewinnen?‘“

Er bezeichnete die Prämien als „schönen Nebeneffekt, der einem auch zusteht, wenn man abliefert“, aber: „Wir sind intrinsisch motiviert und der Erfolg motiviert uns mehr als die Kohle.“

Kimmich führte im Namen der Mannschaft zusammen mit Rettig und DFB-Sportdirektor Rudi Völler ein Gespräch über die Prämien. Rettig verriet vor rund zwei Wochen: „Was uns gefallen hat im Gespräch, war die totale Leistungsbereitschaft der Mannschaft, dass sie sagen: Am Anfang geht die Prämie halt gegen null, dafür wollen wir hinten raus, wenn wir Weltmeister werden, aber auch einen Schnaps mehr.“

Er fügte hinzu: „Dieses Turnier, auch das gehört zur Wahrheit, wird für die meisten europäischen Verbände, die nicht ins Halbfinale kommen, ein Verlustgeschäft.“ Dies spiele in den Wirtschaftlichkeitsüberlegungen des DFB natürlich eine Rolle. „Deshalb sind Rudi Völler und ich happy, dass es zu diesem Thema mit dem Mannschaftsrat keine harten Verhandlungen gibt. Der gemeinsame Konsens ist: Spielt Fußball und guckt, dass ihr Erfolge holt.“