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Havertz gesetzt? Das sagt Petersen - SPORT1

Havertz gesetzt? Das sagt Petersen

Nils Petersen sieht das DFB-Team bei der WM mit Kai Havertz im Sturm gut aufgestellt. Einen anderen Offensivspieler sieht er "in der Verantwortung".
"Früher hab‘ ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90": Mit diesem Satz sicherte sich Nils Petersen den "Fußballspruch des Jahres 2025". Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro spendet der Ex-Freiburger für einen guten Zweck.
Nils Petersen sieht das DFB-Team bei der WM mit Kai Havertz im Sturm gut aufgestellt. Einen anderen Offensivspieler sieht er "in der Verantwortung".

Für Thomas Müller steht fest: Kai Havertz muss im Sturm der deutschen Nationalmannschaft bei der WM gesetzt sein. Havertz sei „ein Ankerspieler, der jede Minute spielen muss“, sagte Müller als Experte von Magenta. 

Bei Nils Petersen fällt Müllers Forderung auf fruchtbaren Boden. „Kai Havertz ist jetzt 26, also im besten Fußballer-Alter. Er hat bereits in zwei Champions-League-Finals getroffen und eins davon auch gewonnen“, sagte der zweimalige Nationalspieler in der Sendung WM Aktuell auf SPORT1 und fügte hinzu: „Du hast wenig Weltklasse-Spieler im deutschen Kader und da gehört er schon zu den wenigen Ausnahmespielern, wo auch der Gegner einfach wahnsinnig Respekt hat. Er bringt so viel mit, ähnlich wie ein Nick Woltemade, aber einfach nochmal auf einem anderen Level.“

Petersen stört sich auch nicht daran, dass Havertz eher zu den ruhigeren Spielern zählt: „Es gibt nicht viele diese Lautsprecher, aber du musst auch kein Lautsprecher wie Joshua Kimmich sein. Du kannst auch mit deiner Leistung führen, du kannst mit deiner Art zu spielen, führen. Wie du anläufst, wie du Bälle festmachst, mit deiner gesamten Körpersprache. Er kann eine Mannschaft aufgrund seiner Leistung führen, da hat er nochmal einen Sprung gemacht.“

Petersen: Havertz kein klassischer Mittelstürmer

Als klaren Mittelstürmer sieht der beste Joker der Bundesliga-Geschichte Havertz aber nicht und nimmt deshalb auch die Mitspieler in die Pflicht. „Die Tore müssen sich dann schon auch verteilen. Wenn du nicht mit dem klaren Neuner spielst – sprich mit Havertz – dann brauchst du Spieler wie Leroy Sane, Jamal Musiala oder Florian Wirtz, die sich die Tore etwas aufteilen“, erklärte der 37-Jährige. Auch ein Deniz Undav und Woltemade könnten noch wichtig werden, glaubt Petersen: „Wenn wir über Joker sprechen: Es kann auch sein, dass du Undav und Woltemade ab der 70. Minute brauchst und sie auch die Spiele entscheiden können.“

Gespannt ist Petersen auf Sane, dem bei der WM-Generalprobe gegen Gastgeber USA das entscheidende Tor zum 2:1 gelang. „Er wird jetzt in die Verantwortung gedrückt, aufgrund des Ausfalls von Lennart Karl. Er ist ein Spieler von Julian Nagelsmann und hat auch das Selbstbewusstsein. Aber jetzt muss er liefern.“ Geht es nach Petersen sei Sane der bessere Startspieler, der Stuttgarter Jamie Leweling der bessere Einwechselspieler.