Wer weiß, was passiert wäre, wenn Nati-Trainer Murat Yakin Johan Manzambi nicht in der 72. Minute eingewechselt hätte? Die Schweiz hat sich an der bosnischen Defensivreihe die Zähne ausgebissen – bis Manzambi, nach zwei Minuten auf dem Feld, sehenswert per Direktabnahme zur Führung vollstreckte.
BVB oder FC Bayern? Dieser Spieler begeistert Müller und Hummels
Müller rät FC Bayern zu Transfer
In der 90. Minute schnürte er seinen Doppelpack und beeindruckte Thomas Müller – so sehr, dass der TV-Experte den Freiburger Shootingstar mit seinem Ex-Verein, dem FC Bayern München, in Verbindung brachte. „Er ist für mich einer – und jetzt können wir auch mal eine Schlagzeile machen – den sich auch der FC Bayern mal genauer anschauen sollte“, sagte Müller bei MagentaTV.
Auch Hummels von Manzambi begeistert
Sein Kollege Mats Hummels stieg sofort mit ein: „Oder der BVB“, konterte der ehemalige Innenverteidiger der Schwarz-Gelben schnell und sorgte damit für Gelächter in der Runde.
Die beiden Ex-Nationalspieler zeigten sich beeindruckt von den Leistungen Manzambis für den SC Freiburg in der vergangenen Saison. So bezeichnete Hummels den Offensivallrounder als „ganz klar den Kreativsten in der Offensive. Er war immer der, der Aktionen initiiert hat und mit seiner individuellen Qualität am meisten kreiert hat.“
Schweinsteiger: „Merkt euch diesen Namen“
Müller schätzte zudem die Variabilität des Offensivmanns, der unter SCF-Coach Julian Schuster meist die Rolle des offensiv denkenden Sechsers übernahm. „Er ist ein Spieler, der kann auf der Sechs spielen, auf der Acht spielen und auf der Zehn spielen. Er hat die Neun auf dem Rücken. Vielleicht können wir ihn auch als Stürmer verkaufen. Auf jeden Fall ein sehr guter Spieler für die Schweiz“, meinte Müller.
Mit Bastian Schweinsteiger zeigte sich auch ein dritter Ex-Bayern-Profi überaus angetan von Manzambi. „Manchmal brauchst du nur ein paar Minuten, um ein Spiel zu verändern. Johan Manzambi kam in der 72. Minute, traf doppelt und erzwang übrigens noch eine Rote Karte. Merkt euch diesen Namen“, schrieb der Weltmeister von 2014 auf X.
Der wendige Offensivmann trug einen großen Anteil dazu bei, dass die Eidgenossen durch den deutlichen 4:1-Sieg nun allerbeste Karten auf den Einzug ins Sechzehntelfinale haben. Im letzten Gruppenspiel trifft die Nati auf Kanada (Mittwoch, 21 Uhr, live im SPORT1-Ticker). Eine Startelfempfehlung hat Manzambi allemal abgegeben.